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Beruf - Neckar-Odenwald-Kreis liegt in der zweiten Hälfte der Tabelle

Beschäftigungsquote bei Frauen: Nach der Babypause wieder in den Beruf

Von 
tb
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Neckar-Odenwald-Kreis. Die Frauen sind immer beschäftigter, bei den Männern schrumpft’s ein wenig: Bundesweit wächst der Anteil berufstätiger Frauen. Die Beschäftigungsquote bei Frauen hat sich von 44,50 Prozent im Jahr 2000 auf 58,1 Prozent gesteigert.

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Im Neckar-Odenwald-Kreis hatten laut Regionalatlas der Statistischen Landesämter zuletzt 59 Prozent aller Frauen ein sozialversicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis. Im Jahr 2000 hatte der Anteil noch bei 44,2 Prozent gelegen. Damit liegt der Neckar-Odenwald-Kreis deutschlandweit in der Bundesliga der Frauenarbeit auf Platz 201 unter 395 in diesem Fall ausgewerteten Städten, Kreisen und Stadtstaaten.

Die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnisse von Frauen ist im Neckar-Odenwald-Kreis im Laufe der Jahre gestiegen. © Zeitungsdienst Südwest

Spitzenreiter bei der Frauenquote ist der Kreis Hildburghausen in Thüringen mit 70,1 Prozent. Bei den Männern sank die bundesweite Beschäftigungsquote von 65,1 auf 65 Prozent. Im Neckar-Odenwald-Kreis liegt diese Quote bei 69,6 Prozent. Die höchste Beschäftigtenquote bei Männern hat der Kreis Dingolfing-Landau (Bayern) mit 76,4 %.

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Allerdings ist bei den Werten eines zu beachten: Selbstständige, Beamtinnen oder Minijobberinnen und ihre männlichen Pendants bleiben bei dieser Berechnung außen vor. Lehrerinnen sind in dieser Betrachtung der Lebensverhältnisse also beispielsweise nur enthalten, wenn sie Angestellte sind.

Wenn Statistiker bei der Betrachtung der „Männlein-Weiblein-Quote“ von Beschäftigten sprechen, sind die Menschen gemeint, die die Sozialversicherungskassen füllen. Die jüngsten Zahlen, die ausgewertet wurden, reichen bis zum 31. Deztember 2019. Und außer der Quote, die den Anteil an den jeweiligen Geschlechtsgenossinnen und -genossen benennt (wobei nur nach weiblich und männlich unterschieden wird), gibt’s noch einen „Index der Beschäftigtenquote“. Der funktioniert so: Er benennt die Zahl der Frauen, die auf 100 arbeitende Männer kommen: Bundesweit lag dieser Index im Jahr 2000 bei 81,7 Frauen pro 100 Männer und stieg bis Ende 2019 auf 89,4. Im Neckar-Odenwald-Kreis hatten wir im Jahr 2000 noch 79,2 berufstätige Frauen auf 100 Männer. Bis Ende 2019 wurden 84,8 je 100 erreicht.

Werden die Frauen für sich betrachtet, dann gilt: Die Mütter drängt es nach der Babypause verstärkt wieder in die Berufswelt – das schlägt sich auf die Quoten nieder: Rund 59,0 Prozent erreichte die Beschäftigungsquote von Frauen bei uns im Neckar-Odenwald-Kreis im Jahr 2019 (Vorjahr: 59,0) Prozent. Bundesweit lag sie bei 58,1 Prozent, wobei sie über alle Stadt- und Landkreise hinweg von 44,8 Prozent berufstätiger Frauen in Frankenthal (Pfalz) bis 70,1 Prozent im Kreis Hildburghausen variierte.

Da machen sich die verschiedenen Rollenbilder also nach wie vor bemerkbar. Denn in der Regel sind im Osten beide Geschlechter berufstätig, im Westen hingegen ist in der Mehrzahl der Mehrpersonen-Haushalte nach wie vor der Mann der Hauptverdiener, wie sich aus den Einkommensdaten ergibt.

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Das wäre die Bundesliga-Tabelle

Für die Männerseite weist die Statistik bei uns eine Beschäftigungsquote von 69,6 Prozent aus, deutschlandweit erreichte sie 65,0 Prozent. Machen wir eine Bundesliga daraus, dann liegt der Neckar-Odenwald-Kreis bei den Männern, die sozialversicherungspflichtige Jobs haben, auf Platz 76 und bei den Frauen auf Platz 201 von 395 ausgewerteten Landkreisen, Stadtkreisen und Stadtstaaten.

Im Rückblick hat sich im Neckar-Odenwald-Kreis die Beschäftigtenquote der Frauen seit dem Jahr 2000 von damals 44,2 auf 59,0 Prozent gesteigert. Die Männerquote kletterte im selben Zeitraum von 55,9 auf mittlerweile 69,6 Prozent. Damit verringerte sich die Differenz der Frauen- und der Männerquote in diesen zwei Jahrzehnten um 1,1 Prozentpunkte. Bundesweit schrumpfte der Abstand um 3,0 Prozentpunkte. Allerdings gilt auch, beschäftigter Mann ist nicht gleich beschäftigte Frau: „49 Prozent aller sozialversicherungspflichtig beschäftigten Frauen arbeiteten im Juni 2020 in Teilzeit“, sagt die Arbeitsagentur in einer Untersuchung des Arbeitsmarktes 2020. „Bei den Männern sind es nur elf Prozent.“ Und „Das Verarbeitende Gewerbe, der Bereich Verkehr und Lagerei sowie das Baugewerbe sind Männerdomänen.“ Besonders wenn’s „Brummbrumm“ macht. Oder der Akkuschrauber schraubt. Oder: Warum liegen der Kreis Dingolfing-Landau (BMW), Ingolstadt (Audi), der Hohenlohekreis (Würth und Audi Neckarsulm auf Platz 1 bis 3 bei Männerjobs und Wolfsburg auf Platz ?. tb

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