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Am kommenden Samstag - Letzte Zeitungsbringaktion der Buchener Kolpingsfamilie

Aufwand lohnt sich nicht mehr

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Buchen. Als die Kolpingsfamilie Buchen vor mehr als 50 Jahren begann, Altpapier zu sammeln, war dies für die damalige Zeit etwas Neues. Per Zeitungsaufruf wurde die Bevölkerung in Buchen und den kleineren Stadtteilen gebeten, alte Zeitungen, Kataloge und Verpackungspapier zu sammeln und gebündelt am Straßenrand zur Abholung bereitzustellen.

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Die Landwirte und das Rollfuhrunternehmen Schäfer stellten über Jahrzehnte die Traktoren mit Anhänger zur Verfügung, und so waren im Durchschnitt bis zu 60 aktive Mitglieder damit beschäftigt, die Eisenbahnwagons in der Eisenbahnstraße zu befüllen. Verdienter Lohn für die eifrigen Helfer war ein gemeinsames Mittagessen im Wimpinasaal, welches vom vereinseigenen Küchenteam zubereitet war. Ab dem Jahr 2002 sorgten die strengeren Auflagen für das Fahren auf offenen Hängern für eine Einschränkung, so dass die Sammlung mit Traktoren schweren Herzens eingestellt werden musste. Bis dahin waren rund 400 Tonnen Altpapier gesammelt und ein Erlös von damals etwa 200 000 D-Mark erzielt worden. Dieses Geld wurde ohne Abzug für wohltätige Zwecke gespendet.

Ab 2002 wurde dann die Zeitungsbringaktion gestartet, bei der die Bevölkerung dreimal jährlich die gesammelten Zeitungen am Sammelplatz „Am Ring“ direkt an den Container brachte. Wenn die Kolpingsfamilie diese Bringaktion am kommenden Samstag zum letzten Mal anbietet, dann liegt dies zum einen an den seit Jahren sehr schwachen Altpapierpreisen und einem sich daraus erzielten Erlös, der den Aufwand nicht mehr rechtfertigt.

Ebenfalls schlägt ein verändertes Sammelbewusstsein in der Bevölkerung zu Buche, da die blaue Tonne verständlicherweise eine bequemere Art der Altpapierentsorgung bietet. Die Kolpingsfamilie Buchen bedauert diese Entwicklung, stand man doch während der Sammlungen immer direkt mit der Bevölkerung in Kontakt. Die Kolpingsfamilie bedankt sich bei allen Sammlern, Helfern und Unterstützern mit der Zusage, sich auch zukünftig gesellschaftlich zu engagieren, um Erlöse für Sozialprojekte zu erzielen.

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