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Goldene Hochzeit

Auf vielen Feldern Akzente gesetzt

Gabriele und Norbert Hummel haben einen Grund zum Feiern

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ad
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Gabriele und Norbert Hummel feiern goldene Hochzeit. © privat

Buchen. „Wenn wir fest zusammenhalten, schaffen wir alles - und Kraft schöpft man aus den Krisen“: So lautet einer der Wahlsprüche von Gabriele und Norbert Hummel. Das weithin bekannte und geachtete Buchener Ehepaar begeht am Montag, 1. August, seine Goldene Hochzeit – im Kreise der geliebten Großfamilie.

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Sie zählt neben Beruf und Ehrenamt sowie der Liebe zur Heimat und Lebensachse Buchen zu den „Erfolgsfaktoren“ der Familiengeschichte, die freilich in Buchen ihren Lauf nahm: Der am 11. Juni 1948 geborene Norbert Hummel lernte seine am 20. März 1949 zur Welt gekommene Gabriele (geborene Roos) bereits in der Kindheit und intensiver 1965 im Tanzkurs kennen – geheiratet hatten sie standesamtlich am 1. August 1972 und kirchlich einen Tag später. Beide besuchten nach der Grundschule das Burghardt-Gymnasium, an dem sie 1967 das Abitur abgelegt hatten. Danach ergriffen sie den Lehrerberuf: Während Gabriele Hummel von 1967 bis 1970 das staatliche hauswirtschaftliche Seminar in Freiburg besuchte und sich zur Hauswirtschafts-, Handarbeits- und Sportlehrerin ausbilden ließ, folgte Norbert Hummel ihr nach dem Wehrdienst im April 1969 nach Freiburg. An der Universität schloss er mit dem Staatsexamen 1975 in den Fächern katholische Theologie, Geschichte und Sport sein Studium ab.

1970 trat Gabriele Hummel ihre erste Stelle an der Realschule in Wolfach an. 1975 wechselten beide an das Melanchton-Gymnasium in Bretten; Gabriele Hummel war zuvor schon ab 1973 Fachberaterin im Schulamtsbezirk Offenburg gewesen. Norbert Hummel wurde 1977 zum Studienrat ernannt; seine Frau schied 1986 aus dem Schuldienst aus: „Als inzwischen vierfache Mutter konzentrierte ich mich fortan auf Familie und Ehrenamt.“

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Zurück nach Buchen ging es im Juli 1979 – bereits mit Tochter Birgit und Sohn Gregor. 1980 und 1981 wurde die Familie um die Söhne Benedikt und Martin vergrößert. In der „neuen alten Heimat“ Buchen fanden die Hummels rasch wieder Fuß: Norbert Hummel nahm seine Lehrtätigkeit am Burghardt-Gymnasium auf, wurde 1983 zum Oberstudienrat befördert und fungierte ab 1988 als nebenamtlicher Lehrer an der Katholischen Fachschule für Sozialpädagogik. Seiner christlichen Prägung folgte er zwischen 1989 und 1993 auch als Dekan des Schuldekanats Buchen. Im August 1992 übernahm er die Leitung der katholischen Fachschule für Sozialpädagogik in Buchen; ein Jahr später wurde er zudem mit der Leitung der entsprechenden Fachschule St. Lioba in Tauberbischofsheim betraut. „Ich pendelte fortwährend zwischen Buchen und Tauberbischofsheim, bis beide Schulen 2000 am Standort Buchen zusammengelegt wurden“, blickt er zurück.

Im Juli 2012 wurde Norbert Hummel pensioniert, was im Umkehrschluss nicht bedeutet, dass sich das Dasein der Eheleute seither auf den häuslichen Bereich konzentriert. Ganz im Gegenteil: Ehrenamtliches Engagement auf breiter Flur steht bis heute an oberer Stelle. Norbert Hummel, von 1979 bis 1990 aktiver Volleyballer und Übungsleiter im TSV Buchen, gründete 1982 die „Zehntscheune-Musikanten“ der Odenwälder Trachtengruppe: Unvergessen sind etwa deren Auftritte 1998 anlässlich des 150. Jahrestags der badischen Revolution und die Abende im Weinzelt auf dem Buchener Schützenmarkt. Auch als Mitglied des Bleckerclubs, des Vereins „Bezirksmuseum Buchen“, diverser Fördervereine und der FG „Narrhalla Buchen“ („Morre-Schnorranten“) zeigt er Flagge.

Vielfältig aktiv

Ebenfalls hat es ihm die Musik angetan: Seit 2008 greift er im Salon-Orchester Buchen zur Gitarre und bildete davor mit Dr. Achim Brötel und Klaus Roos die legendäre „BCH-Combo“. In Bretten war er als ehrenamtlicher Leiter des katholischen Bildungswerks, Lektor, Kommunionhelfer und Dekanatsrat aktiv, ebenso später in Buchen.

Ähnlich lang liest sich die Ehrenamts-Vita Gabriele Hummels: Bereits als Jugendliche hatte sie den Organistendienst ausgeübt; ab der Rückkehr nach Buchen spielte sie von 1980 bis 1994 den Kontrabass im damaligen Buchener Kammerorchester, im Kirchenorchester St. Oswald sowie bei den „Zehntscheune-Musikanten“ und wieder seit 2008 im Salon-Orchester Buchen. Ihre ausgeprägt familiäre Sicht auf Leben und Gesellschaft führte bereits 1980 zur Gründung eines Babysitter-Dienstes und zieht sich weiter durch ihr kommunalpolitisches Wirken: Nachdem sie ab 1984 Kursleiterin des katholischen Bildungswerks gewesen war, wurde sie 1989 erstmals in den Buchener Stadtrat gewählt und 1994 bestätigt. Als Mitglied der CDU-Fraktion bekleidete sie das Amt der 1. stellvertretenden Bürgermeisterin. Im Oktober 1990 gründete sie den Buchener Ortsverein der Frauenunion, deren Vorsitzende sie für einige Jahre war; 1991 war Gabriele Hummel maßgeblich an der Gründung der Joseph-Martin-Kraus-Musikschule und deren Förderverein beteiligt.

Auch überörtlich brachte sie sich ein: Sie zählte zu den Wegbereiterinnen des Frauenhauses im Neckar-Odenwald-Kreis, war von 1992 bis 1996 als stellvertretende Bezirksvorsitzende der Frauenunion Nordbadens, Referentin der Dr.-Konrad-Adenauer-Stiftung und Mitglied im Ausschuss „Wehrdienstverweigerung“ des Kreiswehrersatzamts Mannheim. „Alles Ehrenamtliche ging aber nur, weil die Familie immer dahinter stand“, bemerken beide heute dankbar. Die FN schließen sich den Gratulanten mit den besten Wünschen an. ad

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