Fraktionssitzung der Freien Wähler - Vorwürfe bei den Neckar-Odenwald-Kliniken diskutiert Anzeige als "ein Warnsignal" gewertet

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Hainstadt. Zu ihrer turnusmäßigen Fraktionssitzung, an der auch der Kreisverbandsvorsitzende Bruno Herberich teil nahm, trafen sich die Mitglieder der Freien Wähler Fraktion im Gasthaus "Schwanen" in Hainstadt.

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Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden Uwe Stadler ging es um die Berichte aus den Ausschusssitzungen, hier speziell um den Ausschuss für Wirtschaft, Umwelt und Verkehr. Im öffentlichen Teil wurde der Vergabe der Arbeiten zum Ausbau der K 3926 zwischen Oberdielbach und Waldkatzenbach auch von Seiten der Freien Wähler die Zustimmung erteilt. Weitere nennenswerte öffentliche Tagesordnungspunkte gab es nicht, weshalb man relativ schnell auf die anonyme Anzeige wegen Verletzung des Arbeitszeitgesetzes bei den Neckar-Odenwald-Kliniken zu sprechen kam.

Einig war man sich darüber, dass eine solche Darstellung, für die ohnehin schwierige Situation der Neckar-Odenwald-Kliniken nicht gerade hilfreich war. Wenn es Probleme im personellen Bereich oder auch sonst wo gibt, müsse es auch möglich sein, kritische Bemerkungen dazu offen vorzubringen, ohne gleich eine Abmahnung befürchten zu müssen.

Nur unter Einbeziehung des Personals werde es letztlich möglich sein, die Kliniken in eine positive Zukunft zu führen. Die Freien Wähler sehen in der anonymen Anzeige daher eher ein Symptom dafür, dass sich der angestaute Frust nur noch so Bahn brechen kann. Dies sei sehr bedauerlich, müsse aber als ein Warnsignal verstanden werden.

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Insgesamt sei und bleibe es aber ein schlechter Stil, auf etwaige Probleme anonym aufmerksam zu machen. Das Thema werde jedoch sicher in der nächsten Aufsichtsratssitzung und in der anstehenden Ausschusssitzung für Gesundheit und Soziales auf der Tagesordnung stehen. Die Freien Wähler sehen in dieser Situation nun alle Verantwortlichen in der Pflicht, sehr schnell über die unterschiedlichen Standpunkte Gespräche mit dem Ziel zu führen, zu einer einvernehmlichen Lösung zu kommen. Letztlich darf dabei aber das übergeordnete Ziel, nämlich der Erhalt der Kliniken und des medizinischen Leistungsspektrums, sowie die Patientenzufriedenheit und die Wirtschaftlichkeit nicht aus den Augen verloren werden.

Zum Abschluss der Zusammenkunft wies Kreisverbandsvorsitzender Herberich noch auf den jährlichen Workshop des Kreisverbandes hin, wo wiederum anstehende Themen in lockerer Runde abgearbeitet werden sollen. Er wies auf die am 12. Mai in Merchingen stattfindende Jahreshauptversammlung des Kreisverbandes hin, bei der Wahlen für alle Vorstandspositionen stattfinden werden. Dabei wird es einen Wechsel beim Schriftführer und dem stellvertretenden Kreisverbandsvorsitzenden geben. fw