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„Cantus M“

Anspruchsvoll und berührend

Konzertchor brillierte in Rinschheim und Hollerbach

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ad
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„Cantus M“ war am Samstag in der Pfarrkirche St. Hippolyt und Kassian in Rinschheim zu Gast und trat am Sonntag in der Hollerbacher Pfarrkirche St. Johannes der Täufer auf. © Adrian Brosch

Rinschheim/Hollerbach. Zwei anspruchsvolle und berührende, dabei jedoch leicht zugängliche geistliche Konzerte gestaltete am Wochenende der Buchener Konzertchor „Cantus M“ unter der Leitung von Michael Wüst. Während der Chor samstags in der Pfarrkirche St. Hippolyt und Kassian in Rinschheim gastierte, trat er sonntags in der Hollerbacher Pfarrkirche St. Johannes der Täufer auf – bei jeweils identischem Programm.

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In Rinschheim freute sich Ursula Lauer seitens des Gemeindeteams über zahlreiche Zuhörer. Nach kurzer Einführung durch Michael Wüst stimmte das Ensemble mit „Herr, deine Güte reicht so weit“ sein erstes Stück an: Das detailreiche Arrangement in Verbindung mit dem melodisch reinen Klangkörper des Männerchors legte gleich zu Beginn den Maßstab weit oben an – und bildete den Einstieg in den ersten von drei Abschnitten: Das Konzert war in drei thematische Bereiche gegliedert, von denen geistliche Stücke der Romantik den ersten darstellten. Hier präsentierte der 2002 gegründete Chor noch die beiden Werke „Jauchzet dem Herrn“ und „Sanctus“ von Friedrich Silcher: Beide verstanden sich als feinfühlig interpretierte Lobgesänge auf den Herrn bei bewegter Melodie und zugleich getragenem Klang; „Sanctus“ wurde komplett in lateinischer Sprache gesungen.

Berücksichtigt wurden auch weltliche Stücke der Romantik: Besinnlich und opulent erfreute zunächst „Komm, Trost der Welt“ nach Wilhelm Nagel, während das fröhliche Lied über den „frohen Wandersmann“ von Felix Mendelssohn-Bartholdy mehrstimmigen Gesang auf beachtlichem Niveau offerierte – ein lebensfroher Beweis für gute Chormusik.

Nach Art eines Kanons mit durchgehendem Bassgesang in einem Satz von Chorleiter Michael Wüst arrangiert wurde die Volksweise „Der Mond ist aufgegangen“: Eine klassische Weise, die im Zusammenspiel mit dem warmen Licht der Abendsonne ihr eigenes Flair auszuspielen vermochte.

Abgerundet wurde das Konzert durch eine ansprechende Auswahl von Spirituals – jener Gesänge afroamerikanischer Sklaven, deren geschichtliche Bewandtnis Michael Wüst ausführlich erläuterte. Auf „When The Love Comes Trickalin’ Down“ folgte mit „Amazing Grace“ eine der bekanntesten Kompsitionen des Genres in einem hervorragenden Satz Michael Wüsts. Auch „When The Saints Go Marchin’ In“ erfreute in hohem Maße: Das ungemein lebensfrohe Halleluja mit viel Seele begeisterte mit raffinierten Variationen des Grundthemas. Darüber thronten die prägnanten Stimmen der Solisten Rainer Adrian (Tenor) und Siegfried Müller (Bass).

Mit stehenden Ovationen endete ein besonderer Abend, um doch noch nicht zuende zu sein: Den emotionalen Schlusspunkt setzte „Cantus M“ mit dem gesungenen Abendfrieden „Die Nacht ist von den Bergen gestiegen“. ad

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