Kundgebung und Demonstration - „Marsch des Lebens“ mit 50 Teilnehmern An die Deportation erinnert

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mb
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Auf dem Jakob-Mayer-Platz, dort, wo früher die Synagoge stand, gedachten rund 50 Teilnehmer des Verbrechens an den Juden in Buchen, Baden und Deutschland. © Martin Bernhard

Buchen. Rund 50 Personen haben sich am Mittwochabend am „Marsch des Lebens“ auf dem Jakob-Mayer-Platz und in der Fußgängerzone beteiligt. Mit dieser Aktion gedachten die Teilnehmer des Abtransports der badischen Juden in das Lager Gurs in Frankreich vor 80 Jahren. Dort, wo bis zum Jahr 1940 die Buchener Synagoge stand, erinnerten verschiedene Redner an das jüdische Leben in Buchen vor der Verschleppung der Juden. Sie lasen Ausschnitte aus Büchern hervor, in denen das Schicksal der Mitbürger jüdischen Glaubens unter der Herrschaft des Nationalsozialismus’ geschildert wird. Auch ein Rabbi war angereist und zitierte auf Hebräisch aus dem Alten Testament.

Friedenslied zum Abschluss

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Es erklang jüdische Musik, jeweils zwei Frauen und Männer tanzten dazu coronakonform mit Maske und ohne sich zu berühren. Anschließend zog man durch die Vorstadtstraße durch den Stadtturm in die Marktstraße bis zum Marktplatz. Auch dort erklang Musik zu den Darbietungen der Tänzer. Die Veranstaltung endete mit dem hebräischen Friedenslied „Hevenu shalom alechem“. Kundgebung und Demonstration hatte Dr. Albrecht Mund angemeldet. Diese waren Teil der internationalen Bewegung „Marsch des Lebens“, die weltweit christlich-jüdische Gedenkveranstaltungen organisiert. Als Ordner beim „Marsch des Lebens“ in Buchen wurden unter anderem Mitglieder von „Operation Mobilisation“ eingesetzt, einem internationalen christlichen Missionswerk, dessen Deutschlandzentrale sich in Mosbach in der Deetken-Mühle befindet. mb