"VR-FrauenForum" in Hettingen - Referentin Anja Bauermeister stellte das Thema "Damit Sparen wieder Freude macht" vor / Rund 200 Besucherinnen zu Gast "Ace of Base" zu Renditen und Zinsen

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Adrian Brosch
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Der A-capella-Chor "Royal" umrahmte das sechste "VR-FrauenForum" in Hettingen mit bekannten Popsongs wie "Time After Time" oder "Rock mi".

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Informationen rund um das Thema Sparen, verpackt mit einem musikalischen Unterhaltungsprogramm: Das sechs "VR-FrauenForum" in Hettingen fand wieder großen Anklang.

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Hettingen. Wie der althergebrachte Sparstrumpf zur "coolen Socke" mutiert, erklärte am Donnerstag das inzwischen sechste "VR-FrauenForum" der Volksbank Franken. Das zum Thema "Damit Sparen wieder Freude macht" gehaltene Referat von Anja Bauermeister von der Union Investment Privat Fonds GmbH wurde in ein vergnügliches und niveauvolles Unterhaltungsprogramm eingebettet.

Zur Begrüßung ging es trotz des Schlagzeilen füllenden Rücktritts von Prinz Philip direkt "königlich" zu: Bankdirektorin Karin Fleischer wies in ihrer Begrüßung nicht nur auf Kir Royal am Empfang und die Bedeutung zeitgemäßer Formen von Geldanlagen in Zeiten niedrigster Zinssätze sowie "Frauen als Finanzexperten des Familiengefüges" hin. Sie kündigte außerdem den von Jochen Thurn geleiteten Mosbacher A-cappella-Chor "Royal" an. Das Ensemble gestaltete mit interessanten Adaptionen bekannter Popsongs wie "Time After Time", "Rock mi" oder dem umjubelten 90er-Jahre-Medley mit Hits von "Haddaway" und "Ace of Base" den Showteil.

"Magisches Dreieck"

Sachlicher, aber alles andere als langweilig, war der anschließende Fachvortrag: Anja Bauermeister wies ihr Publikum zunächst in das "magische Dreieck" zwischen Verfügbarkeit, Sicherheit und Rendite ein. "Man möchte als Anleger die maximale Verfügbarkeit seiner Ersparnisse, die größtmögliche Sicherheit und die lukrativste Rendite", fasste die Expertin zusammen und riet davon ab, sämtliche Mittel in Aktien anzulegen.

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"Durch die Symbiose aus Niedrigzinsen und der Inflation geht die Realrendite zurück", merkte sie an. So verliere ein beliebiges Barvermögen mit der Zeit seinen Wert. "100 Euro von heute sind in zehn Jahren vielleicht noch 82", zeigte Bauermeister auf. Vorbei seien die "goldenen Neunziger", in denen Anleger ihr Kapital über Bundesschatzbriefe binnen zwölf Jahren verdoppeln konnten - Berechnungen zufolge benötige dieser Vorgang heute 250 Jahre.

Ihr speziell auf Frauen bezogenes Referat hielt anhand einer repräsentativen Umfrage des Hamburgischen Weltwirtschaftinstituts fest, dass Frauen halb so viel wie Männer verdienen. "Das regt, vor allem in Bezug auf die Altersvorsorge, zum Nachdenken an", betonte sie. Auch wenn man heute finanziell gut aufgestellt sei, gewinne ein ungeschönter Blick in die Zukunft an Bedeutung. Auch die Zeit erfordere ein Umdenken bei der Geldanlage, doch neue Wege ließen auch neue Fragen entstehen, die es zu klären gelte, so Bauermeister.

Breite Risikostreuung

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"Es ist auch nicht jede Anlageform für jeden Sparer geeignet", ließ sie wissen. Als solide und universell zugleich deklarierte die Referentin Investmentfonds. Es sei ein Vorteil, dass man von einer breiten Risikostreuung profitiere und nicht auf einzelne Wertpapiere, sondern auf ein breites Spektrum setze. Diese Flexibilität offeriere sich auch in der Möglichkeit, sowohl einmaliges Anlegen als auch sukzessives Sparen angehen zu können. "Ein gewisses Restrisiko besteht immer, aber man muss nicht alles auf eine Karte setzen", bekräftigte Bauermeister und sprach von Beständigkeit, die sich bezahlt mache. In leicht verständlicher Sprache klärte sie die rund 200 Besucherinnen auf, ehe der Chor "Royal" wieder mit energiegeladenen wie originellen Titeln aufwartete.

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Bevor es dann zum Stehempfang überging, dankte Bankdirektorin Fleischer der Referentin sowie Dirk Paske, Bianca Balles sowie den 13 Vokalisten: Sie erhielten nicht nur langanhaltenden Beifall, sondern auch kleine Präsente.