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 Weltladen Buchen - Durch den Erlös von Fair-Trade-Produkten ist die Unterstützung von Hilfsbedürftigen in Mittelamerika möglich 3000 Euro-Spende für Verein „Getsemani“

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Buchen. Allein durch den Verkauf von Fair-Trade-Produkten hat der Weltladen Buchen eine Spende in Höhe von 3000 Euro an den Förderverein „Getsemani“ übergeben.

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Vielen bedürftigen Kindern und Jugendlichen in Mittelamerika wurde somit nicht nur mit Nahrung geholfen, sondern auch mit medizinischer Versorgung und vor allem mit Schul- und Berufsausbildungen.

Der eingetragene Verein „Getsemani“ sammelt Spenden und unterstützt dadurch die Stiftung „Chinandega 2001“ in der gleichnamigen Stadt im Norden Nicaraguas. Über 700 Kinder und Jugendliche werden dort in Obhut genommen und erhalten bescheidene Mahlzeiten.

Der Schulunterricht beginnt schon im Kindergarten und kann mit einer mittleren Reife oder sogar dem Abitur abgeschlossen werden. Auch handwerkliche Ausbildungen in fünf kleinen Werkstätten werden angeboten, außerdem gibt es Sport, Musikunterricht und medizinische Versorgung. Die Eltern haben keine Arbeit und erhalten weder Arbeitslosen- noch Sozialhilfe. Viele leben in der Müllhalde am Rande der Stadt und müssen bei tropischer Hitze in verdorbenen Abfälle wühlen, um nach Essen zu suchen oder nach Material, welches man für wenige Pfennige verkaufen kann.

Chancen durch Bildung

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Andere betteln an den Straßenkreuzungen oder verfallen auf illegale Wege, um zu überleben. Ohne das Angebot der Stiftung „Chinandega“ 2001 würden diese Kinder den Tag im stinkenden oder sogar giftigen Müll verbringen und könnten krank werden. An Schule oder Ausbildung wäre nicht zu denken. Die Stiftung bietet ihnen die Chance, sich durch Bildung eine bessere Zukunft aufzubauen.

Eine besondere Einrichtung in diesem Projekt ist das Heim „Santa Lucia“ für Blinde. Sie lernen, mit ihrer Behinderung im Alltag umzugehen, und werden für den Besuch der normalen Schule qualifiziert. Ohne diese Einrichtung hätten sie in Nicaragua keine Chance auf ein selbstständiges Leben. Mit Stolz rangieren gerade die Blinden immer wieder unter den besten Abiturienten ihres Jahrgangs.

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Die Finanzierung dieses großen Projekts erfolgt größtenteils durch Spenden. Firmen und Familien aus Chinandega leisteten bisher immer gerne ihren Beitrag.

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Nicaragua, ein Agrarland ohne Bodenschätze oder Industrie, zählt zu den ärmsten Ländern des amerikanischen Kontinents. Am meisten nimmt das Land durch einen langsam zunehmenden Tourismus aus Nordamerika und Europa ein.

Die Situation hat sich in Folge dramatischer politischer Wirren, die vor drei Jahren begannen und von Amnesty International verurteilt werden, plötzlich verschlimmert. Dadurch kommen weniger Touristen. Die Industrie leidet und macht fast keinen Umsatz mehr. Dadurch setzt sich die Abwärtsspirale weiter fort und Arbeiter müssen entlassen werden.

Fast vergessen wird das Land auch noch in der aktuellen Corona-Krise. Statt Anti-Corona-Maßnahmen einzuführen, hat die Regierung noch im Sommer Massenveranstaltungen gefördert und organisiert. Staatliche Hilfe für Bedürftige oder für die Wirtschaft gibt es nicht. Hotels, Restaurants, Fremdenführer, Taxifahrer, Busunternehmer, kunstgewerbliche Handwerker und Händler, die vom Tourismus leben, haben kein Einkommen mehr.

Heidi Rusnak hat viele Jahre in Nicaragua gelebt und kennt Land und Leute sehr gut. Sie hat „Chinandega 2001“ in Nicaragua mitaufgebaut und betreut es von Deutschland aus. Der Vorstand des Vereins „Eine Welt“ sowie die vielen ehrenamtlichen Helfer des Weltladens unterstützten den Förderverein „Getsemani“ in den letzten Jahren mit insgesamt 9550 Euro.

Derzeit ist der Weltladen noch geschlossen. Sobald eine Öffnung wieder möglich sein wird, werden die Öffnungszeiten bekannt gegeben. Darauf freuen sich das Weltladen-Team, die „Ladner“ sowie die Kunden, die das Angebot des Weltladens zu schätzen wissen und sicher sein können, dass mit den Einkäufen auch viele gute und wichtige Projekte unterstützt werden. do