Kommunalwahl 2019 - Steffen Adelmann avancierte in Boxberg als Neuling zum Stimmenkönig bei der Freien Wählervereinigung Zwei Ausgleichsmandate für Bürgerliste

Von 
Diana Seufert
Lesedauer: 

Es wird enger im Rathaussaal: Der Boxberger Gemeinderat ist auf 24 Mitglieder angewachsen. Ein Drittel davon sind Neulinge.

AdUnit urban-intext1

Boxberg. Die Boxberger setzen auf Kontinuität: Die bisherigen Ratsmitglieder, die sich dem Votum der Bürger gestellt haben, sind wieder im Gremium vertreten. Bis auf Torsten Hofmann von den Freien Wählern. Er hat den Wiedereinzug in den Gemeinderat verpasst.

Von den 5588 Wahlberechtigten machten 3621 Bürgerinnen und Bürger von ihrem Recht Gebrauch. Damit lag die Wahlbeteiligung bei 64,8 Prozent, vor fünf Jahren bei 58 Prozent. Von den 53 623 gültigen Stimmen entfielen 31 441 (58,6 Prozent) auf die Freie Wählervereinigung. Die Bürgerliste holte 22 182 Stimmen (41,4 Prozent). Damit entfallen zehn Sitze auf die Bürgerliste, die sich im Vergleich zur Wahl 2014 um zwei Mandate steigern konnte. Grund dafür sind zwei Ausgleichsmandate.

Die Freie Wählervereinigung (FWV) schaffte diesmal 14 Sitze und verlor ein Mandat. Da sich keine Frau zur Wahl stellte, wird auch die kommende Legislaturperiode ohne Frauen-Power auskommen müssen.

AdUnit urban-intext2

Der Amtsbonus hat bei vielen Kandidaten ausgereicht, um wieder Sitz und Stimme im Gemeinderat zu erhalten. Als Neuling zieht Steffen Adelmann für die Bürgerliste ins Gremium – mit 3248 Stimmen erzielte er gleichzeitig das beste Ergebnis aller Kandidaten. Damit vertritt er zusammen mit Jürgen Welz (2253) die Kernstadt. Der konnte sein Ergebnis bis auf wenige Stimmen halten. Für die FWV bleibt Roland Throm (2657) im Gemeinderat, der seinen Stimmenanteil noch ausbauen konnte.

Leichte Verluste müssen Gerhard Böres (1173) für Angeltürn sowie Alwin Deißler (1903) und Jörg Hoßfeld (1103) aus Bobstadt für die FWV verkraften. Dennoch verteidigten sie ihr Mandat, ebenso wie Patrick Sohns (FWV), der mit 2668 Stimmen sein letztes Ergebnis mit 1955 Stimmen spürbar verbessert hat. Eine weitere Amtsperiode hat Frank Wagenblast aus Kupprichhausen vor sich, der 1992 Stimmen auf sich vereinte (2014: 1572).

AdUnit urban-intext3

Kontinuität herrscht auch in Oberschüpf, wo Roland Weckesser sein Ergebnis von 2584 auf 2698 Stimmen verbesserte.

AdUnit urban-intext4

Mit Martin Wild (2057, FWV) und Bernd Dötter (1320, BL) wird es in Uiffingen keine Veränderungen geben.

Nachdem in Schwabhausen Benjamin Czernin nicht mehr antrat, wird Volker Weber für die BL ins Gremium einziehen. Er holte 1658 Stimmen. Einen Vorsprung hat Amtsinhaber Rainer Weckesser, der 2281 Stimmen für die FWV holte.

Auch für Wölchingen wird es einen neuen Vertreter geben. BL-Kandidat Stefan Wilhelmi (1762) beerbt Bernhard Bundschuh, der nicht mehr angetreten war. Den Amtsbonus konnte Peter Löffler (FWV) mit 2742 Stimmen sogar noch ausbauen.

Mit einem Sitz mehr vertreten ist künftig der Stadtteil Schweigern. Ferdinand Eck als Zugpferd der BL fuhr 2790 Stimmen ein. Für sein Ergebnis von 2293 Stimmen wurde Manfred Pers mit einem Ausgleichsmandat belohnt. Für die FWV bleiben René König (2563) und Ralph Mohr (2397) im Gremium.

Über Verstärkung als Vertreter von Windischbuch kann sich Hansjörg Geldenbott freuen. Er legt von 1490 auf 1646 Stimmen zu. Ein Ausgleichsmandat geht an Roland Stang, der 1016 Stimmen bekam.

Weil Norbert Braun nach mehr als drei Jahrzehnten in der Kommunalpolitik nicht mehr antrat, wird künftig Martin Sbergo für die FWV den Stadtteil Lengenrieden vertreten. Er wurde mit 1541 Stimmen gewählt.

Zwei Neulinge werden Unterschüpf in der kommenden Legislaturperiode vertreten. Nachdem Elmar Burger als Stimmenkönig 2014 für die FWV und Thomas Henninger (BL) nicht mehr zur Wahl standen, erhielten Torsten Belz (BL, 2247) und Thorsten Roth (FWV, 1533) das Vertrauen der Bürger.

Redaktion Hauptsächlich für die Lokalausgabe Tauberbischofsheim im Einsatz