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Naturschutzbund-Ortsgruppe - Mitglieder pflegen Feuchtgebiet „Unteres Ried“

Mahd gegen Verbuschung

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Beim Mähen gehen die Mitglieder der Naturschutzbund-Ortsgruppe Boxberg so schonend wie möglich vor. © Naturschutzbund-Ortsgruppe Boxberg

Boxberg. Spätsommer und Herbst sind für die Boxberger Ortsgruppe des Naturschutzbunds (Nabu) arbeitsintensiv. Denn es ist die Zeit der Landschaftspflege. In erster Linie geht es um kleinere Biotope, die einmal im Jahr gepflegt werden.

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Mit Motorsense und Balkenmäher versuchen die Mitglieder dabei, die Mahd so schonend wie möglich zu erledigen. Denn das Mähen ist immer ein Eingriff in das Ökosystem eines Lebensraums. Um besonders schützenswerte Pflanzen oder auch Tiere zu unterstützen, ist jedoch oft eine Mahd pro Jahr erforderlich.

Deutlich wird dies beim Pflegeeinsatz im Feuchtgebiet „Unteres Ried“ in Wölchingen, heißt es der Mitteilung der Nabu-Verantwortlichen. Würde die Halbinsel nicht in jährlich halbseitig gemäht, wäre in vier bis fünf Jahren alles mit Buschwerk zugewachsen. Die artenreiche blumige Vegetation müsste dem Gehölzaufwuchs weichen, die Zahl der Pflanzenarten würde stark zurückgehen. Im „Unteren Ried“ lebt neben der Bisamratte und dem Biber auch eines der kleinsten Säugetiere: die Zwergmaus.

Für viele Tiere ändert sich bei einem Mäheinsatz von einer Minute auf die andere der komplette Lebensraum. Nahrung geht durch den Abtransport des Mähguts verloren. „Manchmal lässt es sich auch nicht vermeiden, dass Tiere zu Tode kommen“, ist den Naturschützern bewusst.

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Um die Belastung für Tiere und Pflanzen möglichst klein zu halten, wird jedes Jahr immer nur die Hälfte der Fläche gemäht. Somit bleiben stets 50 Prozent des Areals unberührt. Dieses wurde aber trotzdem nach zwei Jahren komplett gepflegt.

Die Nabu-Gruppe Boxberg betreut auch größere Flächen, die von den Ehrenamtlichen alleine nicht bearbeitet werden können. Deshalb helfen mehrere landwirtschaftliche Betriebe bei der Landschaftspflege.

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