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Gebiet „Ritterberg II“ in Königheim - Interesse an den vier Plätzen im vierten Abschnitt ist enorm

Königheim: Wer bauen darf, entscheidet das Los

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su
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Königheim. Hauptgewinn: ein Bauplatz. – Das Interesse an den vier Bauflächen im vierten Abschnitt des Gebiets „Ritterberg II“ in Königheim ist enorm. Nach Aussage der Verantwortlichen der Gemeindeverwaltung ist es sogar so groß, dass die Vergabe nach dem bisher in der Gesamtgemeinde angewendeten „Windhundprinzip“ sich schwierig gestalten würde. Deshalb müsste eine neue Vorgehensweise gefunden werden. Nach einer kurzen Aussprache entschiedenen sich die Gemeinderäte für das zuvor von Bürgermeister Ludger Krug und Hauptamtsleiterin Carmen Frank vorgestellte Losverfahren.

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Besonders in der Zeit über Weihnachten und Neujahr 2020/21 habe es bei der Gemeindeverwaltung viele Anfragen zu Bauplätzen am Ritterberg gegeben, erklärte Krug. Von den etwa zwei Dutzend Anfragen sei ein Großteil unverbindlich gewesen. Da alle relativ gleichzeitig eingegangen seien, wäre das „Windhundprinzip“ getreu dem Motto „Wer zuerst kommt, mahlt zuerst“ unfair, meinte der Bürgermeister. Die Kommune habe in diesem Fall bewusst auf eine Reservierungsliste verzichtet.

Für die Vergabe kämen drei Verfahren in Betracht, so Krug. Die Auswahl nach zuvor festzulegenden Kriterien wäre jedoch angesichts von vier Bauplätzen unverhältnismäßig hoch. Die Möglichkeit des Höchstpreisgebots „kann auch nicht Ziel der Gemeinde sein“. Somit bleibe das Losverfahren.

Die Verwaltung schlug vor, dass sich Interessenten auf alle vier Bauplätze unter Angabe einer Rangfolge bewerben können. Der dann aus dem Lostopf gezogene Bewerber erhält den Zuschlag für den von ihm favorisierten Platz und ist damit aus dem weiteren Rennen. Ist die von einem ausgelosten Bewerber gewünschte Baufläche bereits vergeben, kann er sich für einen der anderen von ihm zuvor genannten Plätze entscheiden. Sind auch diese schon belegt, wird er zum Ersatzbewerber. Er käme zum Zug, wenn der „Sieger“ auf den Zuschlag verzichten würde.

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So soll bei jedem der vier Bauplätze im Bereich „Ritterberg II“, vierter Abschnitt, vorgegangen werden, entschied der Gemeinderat bei zwei Gegenstimmen. Für die noch verfügbaren Bauflächen in Brehmen und Pülfringen wird die Gemeinde weiter das „Windhundprinzip“ anwenden.

Dass dieses am Ritterberg nicht gelten soll, hätte man nach Meinung von Bernhard Honikel (CDU) vor der Erschließung mitteilen sollen.

Christof Fischer (CDU) plädierte für die Anwendung einheitlicher Regelungen in der gesamten Gemeinde. Er befürwortete die Vergabe nach einem Kriterienkatalog. Denn wie schon in anderen Gemeinden Praxis sollten die Bürger Königheims zuerst berücksichtigt werden.

Die Bevorzugung „eigener Bürger“ wünscht sich eigentlich auch Florian Gnadt (Bürgerliste). Er verwies aber auf eine Zunahme von Klagen gegen solche Festlegungen.

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Werner Waltert (Bürgerliste) sprach sich gegen einen Vergabekatalog aus, da man damit gewisse Gruppen ausgrenzen oder benachteiligen würde. su

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