Jahresrückblick - Zahlreiche Baumaßnahmen prägten 2019 das kommunale Leben in der Stadt / Gesundheitszentrum und Edekamarkt eröffnet Im Umpfertal wird kräftig gebaut

Von 
Diana Seufert
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Für rund drei Millionen Euro wird seit März die B 292 als Ortsdurchfahrt von Boxberg saniert. © Diana Seufert

In Boxberg hat sich im vergangenen Jahr einiges getan. Vor allem wurde kräftig gebaut: Straßenmaßnahmen, Gesundheitszentrum und neuer Lebensmittelmarkt.

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Boxberg. Das Jahr in Boxberg war von einer regen Bautätigkeit geprägt. Die Boxberger haben sich mit den vielen Baustellen im Stadtgebiet arrangiert.

Größte Maßnahme ist die Boxberger Ortsdurchfahrt mit rund drei Millionen Euro an Investitionsvolumen. Die ersten drei Bauabschnitte in der Kurpfalzstraße, vom Ortseingang aus Richtung Schweigern kommend bis zur Kirche, sind weitgehend abgeschlossen. Saniert wird seit März nicht nur die Straße selbst, sondern auch Wasser- und Abwasserleitungen werden neu verlegt und auch die Optik der Bundesstraße mit neuen Gehwegen verändert. An der Kreuzung zur Unteren Gasse sollen nach dem Abriss eines alten Hauses Parkplätze sowie eine Grünfläche entstehen. Im Frühjahr beginnen die Straßensanierungsarbeiten in der Karl-Hofmann-Straße bis zum Ortsausgang an der Tankstelle.

Maßnahme beendet

Kurz vor Jahresende wurden die Arbeiten an der Wohnumfeldmaßnahme in Schweigern beendet. Für rund 1,8 Millionen Euro hat die Stadt die Komplettsanierung von Schulstraße und Neuer Straße in Angriff genommen. Für die Bürger war dies zwar mit einigen Unannehmlichkeiten verbunden, doch steht ihnen mit erneuerten Wasserleitungen und Kanälen auch eine verbesserte Infrastruktur zur Verfügung. Bereits gelegt wurden auch Glasfaserkabel, die potenzielle Betreiber von der Kommune mieten können. Die Sanierung hatte einen ganz praktischen Grund: Überdurchschnittlich viele Wasserrohrbrüche beschäftigten die Mitarbeiter des Bauhofs dort. Das soll sich nun ändern.

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Investiert wurde auch in den Ausbau von Straßen und Feldwegen, wie etwa den Gemeindeverbindungsweg vom Industriegebiet Seehof nach Assamstadt, die Wege zu den Windkraftanlagen in Bobstadt oder die Sanierung von Feldwegen am Oberschüpfer Schloss.

Unermüdlich setzen sich Bürgermeister Christian Kremer und der Gemeinderat für die Verbesserung der Gesundheitsversorgung in der Stadt ein. Und dabei geht die Kommune – wenn nötig – auch in Vorleistungen. Mitte Juli wurde nun das neue Gesundheitszentrum als wohnortnahe Grundversorgung offiziell in Betrieb genommen. Zudem entstanden, angrenzend an den 2018 eingeweihten Neubau mit Sozialstation, Tagespflege und barrierefreien Wohnungen weitere 14 Wohneinheiten sowie eine Tiefgarage. Im August hat die Gemeinschaftspraxis von Roland und Christian Rechtenwald den Neubau in der Bahnhofstraße in Schweigern bezogen. Mehr als eine Million Euro wurden investiert und auch das Praxisteam soll sich noch vergrößern. Große Freude herrschte bei der Sozialstation über den neuen Bus für die Tagespflege, der mit Geldern der Lotterie „Glücksspirale“ finanziert wurde.

Neuer Lebensmittelmarkt

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Neu gebaut wurde der Edekamarkt Waibel in Boxberg. Das „hübsche Lädle zum Einkaufen“, wie Inhaber Christoph Waibel den auf rund 2100 Quadratmeter vergrößerten Lebensmittelmarkt und Vollsortimenter bezeichnete, wurde kurz vor Weihnachten auf der „Schaafwiese“ eröffnet. Dafür hatte die Kommune im Frühjahr den Bebauungsplan entsprechend geändert.

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Die Weichen für einen Bevölkerungszuwachs hat der Gemeinderat gestellt. In Windischbuch wurde ein Neubaugebiet mit zehn Bauplätzen erschlossen, Boxberg, Schwabhausen und Schweigern sollen weitere Bauplätze erhalten. Und in Unterschüpf wurde mit der Planung der Sanierung des Kindergartens Wirbelwind begonnen. Die Maßnahme soll in diesem Jahr umgesetzt werden.

Die Gemeinderatswahl hat dem Gremium einige Veränderungen gebracht. Sieben Mitglieder sind ausgeschieden, acht Neulinge eingezogen. Doch der Boxberger Gemeinderat ist weiterhin ein reines Männergremium. Warum sich aktuell keine Frau – außer der Kupprichhäuser Ortsvorsteherin Karin Körner – für die Belange der Gesamtstadt engagieren will, weiß auch Bürgermeister Christian Kremer nicht. Doch der Wirbel, den diese Tatsache im überregionalen Blätterwald ausgelöst hat, störte ihn gewaltig. Auch drei ehemaligen Gemeinderäte mussten die Boxberger zu Grabe tragen: Waltraud Herold, Walter Henninger und Alois Löffler haben die Geschicke der Kommune geprägt. Waltraud Herold hatte sich nicht nur im Gemeinderat, sondern auch im Kreis und im Sängerbund Badisch Franken stark engagiert.

Investiert hat die Kommune in die Sicherheit der Bürger. Für die Feuerwehrabteilung Windischbuch wurde ein neues Fahrzeug angeschafft, das vor seiner offiziellen Indienstnahme bereits zweimal im Einsatz war. Eine Alarmierung erfolgte am 24. Juli, als ein Brand die rückwärtige Fassade der Umpfertalhalle zerstörte.

Die Kompetenzen in Sachen Familie hat man in der Kommune im Januar gebündelt. Stadt, evangelische Kirchengemeinde und Diakonisches Werk gingen eine Kooperation ein und haben den Vertrag für das Familiennetzwerk unterschrieben. Im Büro im Medien- und Kulturzentrum laufen alle Fäden zusammen – auch beim interkulturellen Austausch, der mit einem Fest der Kulturen im September einen ganz besonderen Höhepunkt gefunden hat.

Redaktion Hauptsächlich für die Lokalausgabe Tauberbischofsheim im Einsatz