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Gemeinderat - Michael Weinberger auf eigenen Wunsch ausgeschieden / Bebauungsplan „Klinge“ in Windischbuch nahm breiten Raum in der Sitzung am Montag ein

Hartmut Ruck zum neuen Epplinger Ortsvorsteher gewählt

Von 
Werner Palmert
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Boxbergs Bürgermeisterin Heidrun Beck überreichte Hartmut Ruck die Ernennungsurkunde zum Ortsvorsteher von Epplingen. © Werner Palmert

Kupprichhausen. Breiten Raum in der Sitzung des Boxberger Gemeinderates im Dorfgemeinschaftshaus des Stadtteiles Kupprichhausen nahm am Montagabend die Behandlung der Stellungnahmen der Träger öffentlicher Belange und der Nachbargemeinden zum Bebauungsplan „Klinge“ im Stadtteil Windischbuch ein. Nach detailliertem Sachvortrag durch Bürgermeisterin Heidrun Beck nahm das Gremium die Einwände zur Kenntnis. Die notwendigen Änderungen werden in den vorliegenden Entwurf eingearbeitet und berücksichtigt. Anschließend stimmten die Ratsmitglieder dem Beschluss des Bebauungsplanes „Klinge“ und der Offenlegung ohne Ausnahme zu.

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In den Sitzungen vom Juli 2021 und Januar dieses Jahres hat der Gemeinderat den Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan „Klinge“ auf Gemarkung Windischbuch und die örtlichen Bauvorschriften gefasst. Die vorgezogene Bürgerbeteiligung fand zwischen Februar und März 2022 durch öffentliche Auslegung im Rathaus Boxberg statt. In der gleichen Zeit wurden auch die Träger öffentlicher Belange und die Nachbargemeinden gehört. Die vorgebrachten Anregungen und Bedenken sowie der Vorschlag der Verwaltung zu deren Abwägung wurde von Bürgermeisterin Heidrun Beck in der Sitzung am Montag detailliert vorgestellt. Dabei ging die Rathauschefin vor allem auf die verfahrensrechtlichen Fragen des Landratsamts Main-Tauber und emissionsrechtliche Themen ein.

Ebenfalls zur Sprache kamen ein sparsamer Verbrauch von Flächen, die Interessen des Landschaftsschutzes, die Bedenken der Nabu-Ortsgruppe Boxberg und des Landes Baden-Württemberg, die vor allem mögliche Zukunftskonflikte zur benachbarten Landesanstalt für Schweinezucht (LSZ) betrafen. Erfreut stellte Heidrun Beck fest, dass der Regionalverband Heilbronn-Franken in seiner Stellungnahme dem Projekt positiv gegenüberstehe.

Weg für Hofmann Menü geebnet

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Geplant ist auf dem ausgewiesenen Gelände an der Straße zwischen Bobstadt und Windischbuch, in der Nähe des „Seehofes“, die Ansiedlung der Firma Hofmann Menü mit ihren derzeitigen Standorten in Schweigern, Unterschüpf und Tauberbischofsheim.

Nach kurzer Aussprache stimmten die Stadträte dem Vorschlag der Verwaltung zu und gaben anschließend auch grünes Licht für die Offenlegung des Bebauungsplanentwurfes „Klinge“. In dieser Offenlegung können die Bürger, die Träger öffentlicher Belange sowie die Nachbargemeinden nochmals in den Bebauungsplanentwurf Einsicht nehmen und eventuell Anregungen vorbringen.

Der Entwurf des Bebauungsplanes mit allen Anlagen kann auf der Homepage der Stadt Boxberg unter www.boxberg.de in der Rubrik Verwaltung/Offenlegung eingesehen und heruntergeladen werden.

Neuer Ortsvorsteher für Epplingen

Weiter wählte der Gemeinderat für den Stadtteil Epplingen einen neuen Ortsvorsteher. Das Amt wird künftig der 50-jährige Bauunternehmer Hartmut Ruck übernehmen. Die Wahl wurde notwendig, da der bisherige Ortsvorsteher Michael Weinberger diesen Posten auf eigenen Wunsch niederlegte. Neben der Ersatzbeschaffung eines Fahrzeuges für den Bauhof wurde auch den geplanten Änderungsarbeiten an der Straßenbeleuchtung in Unterschüpf und verschiedenen Baugesuchen zugestimmt.

Weinberger hatte mit Schreiben vom 2. Mai 2022 um sein Ausscheiden als Ortsvorsteher von Epplingen gebeten, da er nicht mehr dauerhaft in Epplingen wohnen wird. Nach der Gemeindeordnung ist ein Ausscheiden aus diesem Amt möglich, wenn ein wichtiger Grund vorliegt. Diesen Grund sah der Gemeinderat als gegeben. Auf Vorschlag des Ortschaftsrates von Epplingen wählte der Gemeinderat am Montag Hartmut Ruck in offener Abstimmung einstimmig zum neuen Ortsvorsteher dieses Stadtteiles. Als Stellvertreter wurde Manuel Merz gewählt. Unter dem Beifall der Stadträte überreichte Bürgermeisterin Heidrun Beck die Ernennungsurkunde an den 50-jährigen Bauunternehmer.

Der Ersatzbeschaffung eines Fahrzeugs für den Bauhof stimmtedas Gremium nach kurzer Beratung ebenso zu wie der Änderung der Straßenbeleuchtung im Stadtteil Unterschüpf. Das bisherige Bauhoffahrzeug, ein Ford Transit, Baujahr 2005, wurde 2008 angeschafft. Bis November 2022 hat das Fahrzeug noch TÜV. Auf Grund der Mängel wird das Fahrzeug nicht mehr durch den TÜV kommen, so Bürgermeisterin Beck. Es sei geplant, ein gleichartiges Fahrzeug zu beschaffen. Die Kosten werden mit 35 000 Euro eingeplant.

Netze BW verlegt Kabel

Die Netze BW baut die Niederspannungsfreileitung im Bereich der Mühlbergstraße im Stadtteil Unterschüpf ab und verlegt ein neues Niederspannungserdkabel. Dabei wird der Schüpfbach mit einer Spülbohrung unterquert und das Kabel in der Mühlbergstraße, bis zur Unterschüpfer Straße verlegt. Vom Abbau der Freileitung betroffen ist auch das Straßenbeleuchtungsnetz der Stadt Boxberg.

Die Netze BW haben der Stadt Boxberg ein Angebot zur Mitverlegung eines neuen Straßenbeleuchtungskabels erstellt. Die anteiligen Kosten für die Stadt Boxberg betragen zirka 16 000 Euro. Dieses Angebot beinhaltet den Abbau des alten Freileitungsnetzes und den Neubau des erdverlegten Straßenbeleuchtungsnetzes. Es entstehen zwei neue Lichtpunkte mit 6,3 Meter Masthöhe und Siteco LED-Leuchten.

Die Kosten für die Maßnahme sind anteilig berechnet, was bedeutet, dass die Netze BW zirka zwei Drittel der Kosten übernimmt und die Stadt Boxberg zirka ein Drittel.

Sondersitzung am 11. Juli

Nach der Zustimmung zu verschiedenen Baugesuchen in den Stadtteilen Bobstadt, Angeltürn, Schweigern und Windischbuch, teilte die Rathauschefin unter Punkt Verschiedenes mit, dass am 11. Juli in der Umpfertalhalle in Boxberg eine Sondersitzung zum Thema „Feuerwehrbeschaffungsbedarf“ stattfindet. Die nächste reguläre Gemeinderatssitzung findet am 18. Juli in Schweigern statt.

Seinem Ärger machte anschließend ein Landwirt aus Oberschüpf Luft. Er wurde von einem Jäger angezeigt, weil er bei Mäharbeiten ein Rehkitz tödlich verletzte. Der Landwirt monierte, dass das erst kürzlich in Abstimmung zwischen Stadtverwaltung und Jagdpächtern angeschaffte und in der Praxis auch schon angewandte Rehkitz-Warngerät offenbar doch keine 100-prozentige Sicherheit garantiere.

Dies wurde von einem anwesenden Jäger aus den Reihen des Boxberger Gemeinderates auch bestätigt.

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