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Freiwillige Feuerwehr Wölchingen - In Hauptversammlung Bilanz des vergangenen Jahres gezogen / Benjamin Reznicek und Daniel Metzger zu Oberlöschmeistern befördert

FFW Wölchingen: Ehrenkreuz in Silber für Gerd Schlesinger

Die Aktiven der Abteilung Wölchingen der Freiwilligen Feuerwehr waren im vergangenen Jahr bei 30 Einsätzen und insgesamt 650 Einsatzstunden gefordert.

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ffw
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Eine besondere Ehrung wurde in der Hauptversammlung der Feuerwehrabteilung Wölchingen Kommandant Gerd Schlesinger (Zweiter von links) zuteil: Er erhielt als Anerkennung seines über 40 Jahre währenden ehrenamtlichen Einsatzes das Deutsche Ehrenkreuz in Silber. Mit ihm freuten sich (von links) Stadtkommandant Harry Schroth, Kreisverbandsvorsitzender Sebastian Quenzer und Bürgermeisterin Heidrun Beck. © Feuerwehr

Wölchingen. Nach der Eröffnung der Jahreshauptversammlung durch Abteilungskommandant Gerd Schlesinger folgte das Gedenken an den gestorbenen Kameraden Andreas Steinberger. Der Bericht der Jugendfeuerwehr fiel aus, da 2020 pandemiebedingt kein Übungsbetrieb stattgefunden hatte.

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Schlesinger blickte auf ein sehr ereignisreiches Jahr zurück. Mit 30 Einsätzen sei die Abteilung Wölchingen sehr gefordert worden. Alarmiert wurde die Wehr acht Mal, nachdem Brandmeldeanlagen angeschlagen hatten. Die Aktiven sind zu fünf Bränden, drei Überlandbrandeinsätzen für die Gemeinde Ahorn, 13 Mal bei einer technischen Hilfeleistung und zu einem Großbrand ausgerückt. Besonders bei Letzterem habe sich das gute Zusammenspiel der gesamten Feuerwehrabteilungen der Stadt Boxberg sowie bei den Überlandhilfen mit den Wehren aus Bad Mergentheim und Krautheim gezeigt.

Weiter beschäftigten die Wehr Verkehrsabsicherungen, Wachdienste und die Ausbildung. So nahmen am Maschinistenlehrgang, der erstmals durch eigene Ausbilder in Unterschüpf stattfand, Sebastian Schnaufer, Andreas Hettinger und Alexander Bauer mit Erfolg teil.

Ein Grund zur Freude war auch die Beschaffung des neuen Feuerwehrfahrzeugs. Pandemiebedingt konnte dieses nicht schon 2020 in Dienst gestellt werden, sondern erst am 10. März 2021. Es dient nicht nur als Mannschaftstransportwagen, sondern verfügt über eine Einrichtung zur Bildung einer Einsatzleitung vor Ort.

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In seinem Kassenbericht verwies Joachim Wittmann auf eine gute Finanzlage, zumal sich im Pandemiejahr die Ausgaben in Grenzen hielten. Eine einwandfreie Kassenführung bestätigten ihm die Prüfer Michael Löffler und Jürgen Hobl. Danach gab Wittmann nach 19-jähriger Tätigkeit sein Amt ab. Gerd Schlesinger dankte ihm für seinen Einsatz und überreichte ihm einen Geschenkkorb. Auf Antrag von Michael Löffler entlastete die Versammlung den Vorstand einstimmig.

Selbstlosen Eeinsatz gewürdigt

Bürgermeisterin Heidrun Beck überbrachte die Grüße des Stadtrats und der Ortschaftsräte. Sie lobte die Kameraden für ihren selbstlosen Einsatz für die Allgemeinheit. Die Wehr verfüge über einen hohen Ausbildungsstand. Dies sehe man auch an den vergangenen Einsätzen. Nachdem eine der wenigen Übungen am Rathaus erfolgt ist, habe sie ein gutes Gefühl, gerettet zu werden.

Bei den Neuwahlen wurden Abteilungskommandant Gerd Schlesinger und sein Stellvertreter Benjamin Reznicek in ihren Ämtern für die nächsten fünf Jahre bestätigt. Zum neuen Kassenwart wählte die Versammlung Andreas Hettinger, Schriftführer wurde Thomas Bischof, Beisitzer wurden Patrik Appel, Uwe Appel und Timo Wissinger. Kassenprüfer bleiben Michael Löffler und Jürgen Hobel.

Stadtkommandant Harry Schroth ging kurz auf den Feuerwehrbedarfsplan ein, der aktuell im Hintergrund laufe. Vom Bund aus soll das Sirenennetz ertüchtigt werden. Die Umstellung auf Digitalfunk und der Aufbau einer Führungsgruppe seien nur einige Themen, welche die Wehr beschäftigen werden. Der Aufbau der Führungsgruppe lag Schroth besonders am Herzen. Man sehe immer wieder, wie wichtig solch ein Koordinationspunkt in der Erstphase eines Einsatzes sei.

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Der Stadtkommandant sprach der Feuerwehrabteilung einen großen Dank für die Unterstützung bei den Einsätzen und der Führungsgruppe aus. Außerdem würdigte erden Ausbildern und dem Atemschutz-Verantwortlichen Björn Andree. Besonders freute sich Schroth darüber, Benjamin Reznicek und Daniel Metzger zu Oberlöschmeistern befördern zu können.

Kreisverbandsvorsitzender Sebastian Quenzer berichtete von den Veränderungen aufgrund der Pandemie. Es musste alles auf null gefahren werden: keine Übungen und Kameradschaft. Die Wehr übe nicht nur ihre eigentlichen Aufgaben aus, sondern unterstütze auch Test- und Impfzentren. Wie wichtig das Ehrenamt sei, zeige die Flutkatastrophe im Ahrntal. Quenzer verwies auf den Spendenaufruf des Kreisfeuerwehrverbands. Dadurch kamen knapp 13 000 Euro zusammen.

Nun freute sich Sebastian Quenzer, einen verdienten Feuerwehrmann zu ehren: Abteilungskommandant Gerd Schlesinger setzt sich seit über 40 Jahren ehrenamtlich für seine Mitmenschen ein, 29 Jahre davon als Abteilungskommandant. Er strahle immer Ruhe aus, verfalle nicht in Hektik, so Quenzer. Er zeichnete Gerd Schlesinger mit dem Deutschen Ehrenkreuz in Silber aus. Diese Auszeichnung kam für Schlesinger sichtlich überraschend. Quenzer schloss mit den Worten „Du hast es dir verdient.“ ffw

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