1. Boxberger Atemschutz- und Brandbekämpfungsseminar

Einsatzszenarien geprobt

Um für jeden Ernstfall gerüstet zu sein, wurde das 1. Boxberger Atemschutz- und Brandbekämpfungsseminar (BABS) durchgeführt, bei dem ein einheitliches Vorgehen aller vier Bereichswehren geschult wurde.

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Auch der Transport eines Geräteträgers nach Atemschutz-Notfall und anschließendes schnelles Entkleiden der schweren Schutzausrüstung gehörte zum Training beim 1. Boxberger Atemschutz- und Brandbekämpfungsseminar. © Amelie Riegel

Boxberg. Das Aufgabenspektrum der Feuerwehr umfasst heutzutage eine kaum überschaubare Bandbreite an verschiedensten Einsatzarten, mit denen die Feuerwehrangehörigen konfrontiert werden. Dabei sind sie den unterschiedlichsten Gefahren ausgesetzt, die nicht immer vorhersehbar sind. Jede Notlage erfordert besondere Kenntnisse, spezielles Wissen und die richtige Ausrüstung.

Mit Hilfe der externen Ausbilder Uli Busch, Sami Gabr (beide Bad Mergentheim) und Jochen Lutz (Schwäbisch Hall) hatte das interne Ausbilder-Team rund um die beiden Organisatoren Björn Andree und Christian Streitberger sechs Stationen vorbereitet, an denen den ganzen Tag über verschiedene Einsatzszenarien geübt und vertieft wurden.

Eine Aufgabe: Das Absuchen eines Raums mit der Wärmebildkamera. © Amelie Riegel

So ist beispielsweise die schwierigste denkbare Situation, mit der man als Feuerwehrmann bzw. -frau konfrontiert werden kann, der Atemschutz-Notfall. Besonnenes Handeln und Nutzen der vorhandenen Ressourcen sind hier entscheidend. Daher wurden mit den Teilnehmern die notwendigen Handgriffe geübt und die Abläufe vom Mayday-Ruf bis hin zur Rettung optimiert.

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Auch der Umgang mit der Wärmebildkamera beim Vorgehen im Innenangriff, deren Anwendung, Bildinterpretation und Einsatzgrenzen wurden trainiert, sowie die Vorgehensweise und Taktik beim Suchen und Retten von Personen.

Beim Schlauchmanagement lernten die Teilnehmer den Umgang mit dem Schlauchpaket, bestimmte Verlegemethoden und den Schlauchtransport über mehrere Stockwerke kennen. Ziel dieser Übungen ist es, in möglichst kurzer Zeit so viel Schlauch wie möglich in den Einsatz zu bringen. Dabei helfen auch die unterschiedlichen Wickel- und Faltmethoden der Schlauchpakete und -tragekörbe.

An einer weiteren Station trainierten die Teilnehmer, bewusstlose Personen über ein Fenster im Erdgeschoss so schnell wie möglich ins Freie in Sicherheit zu bringen. Hierdurch kann ein längerer und möglicherweise gefährlicher Transport durch verrauchte Innenräume vermieden werden.

Die knapp 40 Teilnehmer der vier Bereichswehren Boxberg, Schweigern, Unterschüpf und Windischbuch sowie Stadtkommandant Harry Schroth waren am Ende des Tages voll des Lobes für das Seminar und die Arbeit der Organisatoren und Ausbilder. Der Stadtkommandant überbrachte in diesem Zusammenhang auch die Nachricht, dass zwischenzeitlich neue Schutzkleidung für alle Atemschutzgeräteträger der Gesamtfeuerwehr Boxberg bestellt wurde. Ein besonderer Dank galt der Zimmerei Gerhard Bischoff, von der die wiederverwendbare Kulisse für die Fensterrettung konstruiert und gebaut wurde.