Videokonferenz - Sitzung des CDU-Bezirksfachausschusses für Bildungspolitik, Forschung, Wissenschaft Eigenständiges Lernen für Kinder wichtig

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Boxberg. Digital ging eine Sitzung des Bezirksfachausschusses für Bildungspolitik, Forschung und Wissenschaft (BFA) der CDU Nordwürttemberg, geleitet von Renate Heinisch aus Boxberg, über die Bühne.

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„Neben den Bindungsfragen behalten wir auch die psychologischen Belastungen für die Kinder und deren Gesundheit im Blick“, so die Vorsitzende.

Nicht nur in Zeiten der Corona-Pandemie sei das eigenständige Lernen unserer Kinder wichtig. Im Zuge dessen sei der Ausschuss der Frage auf den Grund gegangen, wie man eine zeitgemäße Erziehungspartnerschaft von Eltern, Großeltern, Lehrern und Erziehern in dieser herausfordernden Zeit meistern und stärken könne.

Auf einen guten Anfang komme es an: Kompetenzen entwickeln – Kompetenzen stärken. Und wie könne man das eigenständige Lernen der Kinder unterstützen? „Neben den Bildungsfragen behalten wir auch die psychologischen Belastungen für die Kinder und deren Gesundheit im Blick“, so Renate Heinisch.

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Diesen Herausforderungen stellten sich Heinz Hinz (Institute for Future Design) und Michael Kilper (Leiter der Abteilung 3 des Zentrums für Schulqualität), zwei erfahrene Referenten.

Damit Fernlernen wirklich gelingt, komme es auf die Lernkompetenzen der Schüler an. Besonders hob Heinz Hinz die Elternerwartung und die Elternunterstützung beim Lernen hervor, aber auch hohe Motivation, eigenes Selbstkonzept, Konzentration, Ausdauer und Engagement spielten eine wichtige Rolle. Er ermutigte zum Ausprobieren und zur Fehlerkultur.

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„Unentwegt lernen wir das Lernen. Nun lernen wir auch das Fernlernen.“, ergänzt Manuel Agostini, Co-Vorsitzender des BFA.

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Professor Edeltraud Röbe mahnte an, „sich nicht nur auf das Fernlernen zu konzentrieren. Die unterschiedlichen Elternhäuser müssen betrachtet werden. Es wird viel von Eltern abverlangt und geleistet. Wir müssen Eltern vor allem die psychologische Sicherheit geben, dass das Lernen auch so geht“. Daneben sei es wichtig, den Zusammenhang zwischen Fern- und Präsenslernen zu sehen. Für die Zukunft müssten die Erfahrungen ausgewertet und das Beste aus beiden Formen zusammengeführt werden.

Michael Kilper führte aus, wie Schüler durch die Corona-Pandemie auf vielfältige Weise betroffen sind. Gerade im Hinblick auf die Gesundheitsförderung sei die Behandlung der Pandemie und ihrer Auswirkungen auf die Gesellschaft von großer Bedeutung.

Schüler, die verstehen, wie das Virus wirke und welche Konsequenzen die Infektion haben könne, erkennen die Bedeutung der Präventionsmaßnahmen und erwerben die notwendigen Kompetenzen im Umgang mit den Gefahren der Pandemie. Daher sei jede Behandlung der Thematik im Unterricht Prävention vor der Krankheit.

Das Zentrum für Schulqualität und Lehrerbildung (ZSL) in Baden-Württemberg unterstützt die Schulen und Lehrkräfte durch Fortbildungsmaßnahmen. Dazu wurde das Portal „Lernen über@ll“ erstellt, über das sowohl Schulungsangebote als auch eine Vielfalt von Unterrichtsmaterialien und Anregungen für die Gestaltung des digitalen Fernunterrichts abgerufen werden können.

„Wir bekamen gute Informationen, die uns helfen, Antworten zu geben und richtig zu kommunizieren. Nachdenken und Vordenken ist gut, Querdenken schadet“, so die Vorsitzende Renate Heinisch abschließend.