Offizielle Amtseinführung - Die neue Bürgermeisterin Heidrun Beck wurde am Montagabend in der Boxberger Umpfertalhalle vereidigt

Boxberg: Amtseinführung der neuen Bürgermeisterin Heidrun Beck

Stabwechsel: Die Amtseinführung der neuen Boxberger Bürgermeisterin Heidrun Beck erfolgte am Montag in der Umpfertalhalle im Rahmen einer öffentlichen Gemeinderatssitzung.

Von 
Harald Fingerhut
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Bürgermeistersprecher Frank Menikheim, der Personalratsvorsitzende der Stadt Boxberg, Volker Metzger, und Erster Landesbeamter Christoph Schauder (von links) hießen die neue Boxberger Bürgermeisterin Heidrun Beck in der kommunalpolitischen Familie beziehungsweise als Rathaus-Chefin willkommen. © Harald Fingerhut

Boxberg. „Meine Vorgänger im Amt haben ganz schön große Fußstapfen hinterlassen, und ich hoffe, dass ich sie nach und nach ausfüllen werde“, sagte die neue Boxberger Bürgermeisterin Heidrun Beck bei ihrer offiziellen Amtseinführung am Montag in der Umpfertalhalle. Mit dem deutlichen Votum bei der Bürgermeisterwahl habe sie einen großen Rückhalt erfahren und eine Chance erhalten, in Boxberg auf breiter Basis zu agieren. Mit der Amtseinführung sei ein großer Kindheitstraum für sie in Erfüllung gegangen, den sie nun mit Leben erfüllen wolle.

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„Ich nenne in meiner Antrittsrede bewusst keine Projekte, die es zu realisieren gilt, und auch keine damit verbundene Prioritätenliste. Ich möchte einen solchen Prioritätenkatalog gemeinsam mit dem Gemeinderat, der Verwaltung und mit den Bürgern erörtern und erarbeiten.“ Natürlich dürfe es da auch kontrovers zugehen, wenn es der Sache diene und zielführend sei. „Ich möchte die vor uns liegenden Herausforderungen gemeinsam angehen, eine Art Ideenschmiede etablieren, damit sich alle mitgenommen fühlen“, so die neue Rathaus-Chefin. „Deshalb steht meine Rathaustür immer offen, und ich möchte sie bitten, den offenen Dialog zu suchen.“

„Als Sternzeichen Zwilling ist, laut Astrologen, die Kommunikation ihr Metier. Sie seien zudem wissensdurstig und verstünden Neuigkeiten gut. Außerdem liebten sie geistreiche Unterhaltungen und seien offen gegenüber Neuem. Das sind alles Eigenschaften, die Sie als Bürgermeisterin gut gebrauchen können“, gab ihr Erster Landesbeamter Christoph Schauder mit auf den neuen Berufsweg. Die Kunst zu zweifeln, einen gelungenen Meinungsaustausch herbeizuführen, ausdauernd und geduldig sowie offen für konstruktive Kritik zu sein, wünsche er ihr.

„44 Prozent im ersten Wahlgang bei einem guten Bewerberfeld und 70,81 Prozent im zweiten Wahlgang sind ein hervorragendes Wahlergebnis und ein großer Erfolg. Dazu möchte ich zunächst noch einmal gratulieren“, sagte Bürgermeistersprecher Frank Menikheim. „Ich will aber auch darauf hinweisen, dass dies ein Vertrauensvorschuss ist, der mit Erwartungen verbunden ist.“

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Die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Arbeit bringe Heidrun Beck durch eine fundierte Ausbildung als Juristin mit einigen Jahren Berufserfahrung und den Einblick in das kommunale Geschehen als Gemeinderätin in Niederstetten mit. „Als Bürgermeisterin wird es Dir zu Gute kommen, wenn Du gleichermaßen pragmatisch wie fachlich fundiert entscheiden und agieren kannst. Manchmal ist mehr das eine, das Pragmatische, das Zupackende gefordert, manchmal mehr das formal korrekte, vorsichtige Vorgehen“, schrieb ihr Menikheim noch ins Stammbuch.

„Wir freuen uns auf sie und sind gespannt, in welcher Tonart sie das Orchester Stadtverwaltung führen werden“, sagte Personalratsvorsitzender Volker Metzger.

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„Wir haben lange überlegt, mit welchem Geschenk wir sie begrüßen sollen“, sagte Bürgermeisterstellvertreter Peter Löffler, der auch die Vereidigung vornahm. Zur Ideenfindung habe man dann das Wahlergebnis 70,81 (Prozent) in eine Suchmaschine eingegeben. Daraufhin hat das Internet ein Gleitmetall-Spray und einen Ort in Sibirien angeboten. „Auf den ersten Blick nicht hilfreich, auf den zweiten schon“, so Löffler. „Vor allem die Eigenschaften des Sprays: Schützt vor Festfressen und gegen Verschleiß, ist temperatur- und druckbeständig und sparsam im Verbrauch. Alles Eigenschaften, die Sie, Frau Beck, als Bürgermeisterin brauchen werden.“ Das Fleckchen in Sibirien mit den Koordinaten 70,81, liegt in der Nähe des Unesco Weltnaturschutzerbes Putorana-Plateau. Daran, so Löffler, solle sie denken, wenn sie nach einem anstrengenden Arbeitstag Richtung Heimat nach Niederstetten fahre. Damit sie diese „Amtshilfen“ nicht vergesse, gab es ein Landschaftsbild mit Spraydose als Willkommensgeschenk.

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Redaktion Stellvertretender Redaktionsleiter der Main-Tauber-Kreis-Redaktion, Schwerpunkte auf den Kommunen Königheim und Tauberbischofsheim.