Lesung - Kinderbuch-Autor Tino war in der Boxberger Mediothek zu Gast Große Lust am Lesen wurde geweckt

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Der Karlsruher Schriftsteller Tino nahm sich bei der Lesung in der Boxberger Mediothek Zeit, um den aufmerksamen Kindern der Grundschule Boxberg gemalte Autogrammkarten zu überreichen.

© Göller

Boxberg. Zur Autorenlesung lud Ilona Wild, Vorsitzende des Vereins "Akzente", die Schüler und Schülerinnen der ersten beiden Klassenstufen der Grundschule Boxberg in die Mediothek. Bekannt unter dem Künstlername Tino, stand der deutsche Schriftsteller den neugierigen Kindern Rede und Antwort und las ihnen im Anschluss vor.

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"Tino, wie alt bist du?", schoss es sofort aus dem Publikum. "Ganz schön alt! Dieser Mann ist ungefähr, ganz genau 53 Jahre alt", verriet er dem jungen Publikum. "Wie bist du Schriftsteller geworden?", wollte ein anderer Schüler wissen. In der Schulzeit wollte Tino Clown oder Rockmusiker werden, aber im Zivildienst nach der Schule hat er dann sein Talent entdeckt. Im Kindergarten erzählte er selbsterfundene Geschichten und reichte diese später mit selbstgemalten Bildern an einen Verlag ein.

"Ich hatte sehr großes Glück", erzählte er den Kindern. Denn die Chance einen Verleger zu finden, stehe Eins zu Tausend. Der gebürtige Karlsruher arbeitete nach seinem Studium beim Hörfunkprogramm von SWR und HR. 1990 arbeitete er als freier Kinderbuchautor und schrieb Geschichten für die Kinderkanal-Figur Siebenstein.

Ausgedehnte Lesereisen führen ihn heute durch ganz Deutschland mit 200 Veranstaltungen. In den letzten Tagen las Tino auch in Bad Mergentheim.

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Sein Ururgroßvater sei dort damals Torwart gewesen.

Mit Werken wie "Mein Freund, der Delfin" oder "Meine beste Freundin" aus der Leserabe-Reihe von Ravensburger, faszinierte er bereits Kinder aus aller Welt in zehn verschiedenen Sprachen. Aus letzterem las er auch den interessierten Grundschülern vor. Gespannt lauschten die Kinder der Geschichte über den Schulalltag der Freundinnen Lea und Lara. Mit dem Werk "Ohne Geld durch Schwaben" bietet der Buchschreiber aber auch Kost für Erwachsene. Zwei Wochen lang zog Tino darin durch den badenwürttembergischen Landesteil, ohne einen Cent in der Tasche.

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Tino, der sein Vorname zum Künstlernamen machte, bereiste schon so manche Länder. Seine Inspirationen holte der Autor sich in Ländern wie Indien, Thailand, Marokko oder Kambodscha. Die eigentlichen Buchideen entstünden aber in der Badewanne bei einem Glas Rotwein, erzählte Tino. Doch "das Rädchen läuft eigentlich die ganze Zeit". Für ihn sei das wichtigste im Leben die Fantasie.

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Dass der Geschichtenschreiber reichlich Fantasie hat, bewies er direkt im Anschluss an die Lesung.

Mit individuell gemalten Autogrammkarten sorgte der Autor bei allen Kindern für ein breites Lächeln. adi