Kulturkirche - Sommerkonzert der "Gesangsoase" vor großem Publikum "Ein Konzert des Friedens"

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Gemeinsames Lied der "Gesangsoase" im letzten Teil des Konzertabends mit Claudia Bähr in der Kulturkirche Unterschüpf.

© Waldtraud Henninger

Unterschüpf. Musik berührt die Seele, hat eine heilsame Bedeutung und hilft, das Leben zu achten. Unter dem Eindruck der brachialen Gewalt, die Würzburg und München erschütterte, war es Pfarrer Dr. Kücherer umso dringlicher, die musikalische Bildungsarbeit der "Gesangoase" unter Leitung der Sängerin und Gesangslehrerin Claudia Bähr wertzuschätzen, so am Samstagabend in der vollbesetzten Kulturkirche Unterschüpf.

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Was dann in den zwei Stunden des Sommerkonzerts der Gesangoase in der Kulturkirche Unterschüpf folgte, bezeugte die Lust und Intensität von Menschen unterschiedlichen Alters, sich der Arbeit an der Stimme zu widmen. Die Frauen- und Männerensembles mit den phantasievollen Namen "The Ladies", "Emotionals", "Vocal Sixpack", "Klasseklassik", "Coloured Melodies", "Imtakt" und "So gospelicious" interpretierten klassische wie moderne Lieder aus verschiedenen Epochen und Ländern.

Der Chorgesang erfüllte den h weiten Raum der Kirche bis in die Winkel. Zwischen den dynamischen Ensembles traten immer wieder Solisten und Duette auf. Sehr innig sangen Sandra Kroetz und Monika Comparato "Let no man steal your thyme" von C. Armstrong. Schauspielerisch talentiert inszenierten Daniela Rüdel und Wilfried Bauch "Papageno und Papagena" aus der Zauberflöte von Mozart und später "Mein Herr Marquis" aus der Fledermaus von Johann Strauss.

Fast liturgisch wirkte Vivaldis "Esurientes" in der Darbietung von Veronika und Nora Stumpf und Gertraud Stumpf-Virsik. Und mit lyrischem Timbre sangen Elke Thimm und Matthias Mattmüller im Duett "Boote in der Nacht" und letzterer als Solist "Stars" (Kunze-Levay). Mühelos wechselten der Tenor Andreas Stierle und die Sopranistin Renate Bähr zwischen Oper und Operette und interpretierten Verdi, Lehar und Heuberger: "Meine Lippen, die küssen so heiß", fulminant wie verführerisch. Und jedes Lied des Konzerts begleitete Claudia Bähr einfühlsam am Klavier, leitete die Ensembles, Duette und Solisten ruhig und klar.

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Ein wunderbarer Sommerabend und eine Oase für die Seele in verwirrenden Zeiten. "Ein Konzert des Friedens", so nannte Pfarrer Dr. Kücherer die schöpferischen Stunden klassischer Musik.

Er dankte Claudia Bähr und ihren Sängerinnen und Sängern für ihren beispiellosen Einsatz in der Würdigung großer Meister vergangener Tage, diese letztlich mit einem Riesenapplaus durch die Gäste, geehrt wurden. Insbesondere mit Blumen und Gastgeschenke an die große Künstlerin des Abends, Claudia Bähr. wahe