Familienzentrum - Übersichtlichkeit und bessere Vernetzung der vorhandenen Möglichkeiten sind das Ziel Angebote für alle Generationen bündeln

Von 
Diana Seufert
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Ob Freizeitbeschäftigung oder Familienberatung: Das Familienzentrum soll künftig in Boxberg die vielfältigen Angebote für alle Generationen bündeln. © Matthias Balk/DPA

Für alle Generationen gibt es in Boxberg eine Vielzahl an unterschiedlichen Angeboten. Nun sollen sie in einem Familienzentrum gebündelt werden.

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Boxberg. Kein Gebäude aus Stein soll im Umpfertal neu errichtet werden, sondern vielmehr ein Gebäude aus Ideen: Eine bessere Vernetzung steckt hinter dem Familienzentrum, über das der Gemeinderat bei seiner Sitzung am Montag, 26. November, beraten wird.

Dem Wunsch von Landrat Reinhard Frank, die Angebote für Familien – von den Kleinsten bis zu den Senioren – auf einen Blick zu haben, kann sich auch Bürgermeister Christian Kremer anschließen. „Wir fassen in diesem Familiennetzwerk alles zusammen, was für Jung und Alt interessant ist und was es bei uns schon gibt.“ Und wer neue Ideen realisieren will, ist genauso willkommen.

Damit rennt man in Boxberg offene Türe ein: „Wir haben schon eine breite Palette an niederschwelligen Angeboten“, macht der Rathauschef deutlich. Von der Mediothek und „Wir verbinden Boxberg“ über ein umfangreiches Vereinsleben von Sport bis Tanzen 50+ hin zu Schüler- und Erziehungsberatung oder Flüchtlingshilfe zählt er vieles auf.

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Damit sich Familien auf der Suche nach einem interessanten Kurs oder der passenden Hilfestellstellung umfassend informieren können und sich in dieser Vielfalt künftig schneller und einfacher zurechtfinden, will man einen breiten Überblick schaffen. Dabei gehe es nicht nur um ein Netzwerk für die Kernstadt, sondern auch die Vereine in den Ortschaften sollen sich hier wiederfinden. Und Veranstaltungen wie Kurse oder Vorträge kann sich Kremer in den Stadtteilen vorstellen.

Ziel ist es, in einem Monats- oder Jahresplan die unterschiedlichen Angebote zu koordinieren. Bei einem Workshop mit allen Beteiligten und verschiedenen Gesprächen im Vorfeld wurde ausgelotet, wie man das Familienzentrum umsetzen kann. „Wir wollen alle zusammenführen, die sich engagieren und für die Stadt und ihre Bewohner einsetzen.“ Insgesamt seien mehr als 40 Institutionen und Vereine einbezogen worden, ebenso Schulleitung und Schulsozialarbeit.

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Um das neue Netzwerk umsetzen zu können, wird die Stadt entsprechende Räume zur Verfügung stellen. Voraussichtlich im Gebäude der Mediothek soll ein Mitarbeiter seinen Schreibtisch haben. Dafür soll vonseiten der Kirchengemeinde oder Diakonie eine Teilzeitstelle geschaffen werden. Kremer sieht dieses Areal als perfekt an: „Wir haben hier Schule, Mediothek, Umpfertalhalle, Schwimmbad, aber auch das Gemeindehaus räumlich sehr eng beieinander.“ Ankerpunkt für Veranstaltungen ist für ihn der angrenzende evangelische Kindergarten. Nicht nur wegen der Räumlichkeiten, die dort genutzt werden können, sondern auch aufgrund des Fachwissens. Die Erzieherinnen erhalten eine entsprechende Fortbildung.

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Geplant ist eine Kooperationsvereinbarung zwischen Stadt und Diakonie bzw evangelische Kirchengemeinde Boxberg-Wölchingen, die den Antrag auf ein Familienzentrum stellt. Die Diakonie stehe beratend zur Seite, freut sich das Stadtoberhaupt auf die Zusammenarbeit. Für die Anschubfinanzierung des Projekts sei die Kommune mit in der Pflicht. Die Gelder der reduzierten Kreisumlage will der Bürgermeister dafür verwenden. Dazu kommt für vier Jahre ein Zuschuss der Diakonie von rund 10 000 Euro.

Redaktion Hauptsächlich für die Lokalausgabe Tauberbischofsheim im Einsatz