Zu einem Puppenhaus gemacht

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Zum Leserbrief „Kein Mangel an Parkplätzen“ (FN 21. Dezember)

Hallo Herr Tuschoff, ich reihe mich ein in die Riege der Leserbriefschreiber. Auf das Wesentliche sind meine Vor(schreiber) schon eingegangen, das muss ich nicht nachbeten.

Was mich mehr überrascht: dass jetzt ein hellgrüner Heiligenschein Ihr Haupt umrundet. Nur ist mir nicht klar, macht er jetzt heilig oder scheint es nur so, oder ist er gar scheinheilig, der Schein?

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Sie haben seit 2015, als der Wirtschaftsboom so richtig durchstartete, bis jetzt gewartet, um die Umsetzung heute – in einer Rezessionsphase – durchzusetzen! Sie wollen die komplette Innenstadt in den „Lustwandelkurpark Mergentheim“ umwandeln mit Rikschas und Stadtführern in Filzlatschen und Moos auf dem Haupt. Einkaufen im verkehrstechnischen Chaos im „Herrenwiesen-Park“.

Der Rest geht nach Iersheim. Die wollen ja auch leben! Sie sehen, kleine Funken und kleine Geister können einen Flächenbrand verursachen, deren Ausmaß Sie noch gar nicht erahnen können. Welcher junge Unternehmer oder Händler wird noch in ein Geschäft in der Stadt investieren, wenn man ihm die Kunden aussperrt und wenn sie dennoch kommen und einen Parkplatz, siehe Schloss, nur mit einem guten Navi finden.

Unsere Stadt ist ein Puppenhaus geworden, in dem man die Möbel und Figuren, sprich Bürger, verschiebt, wie man lustig ist – von Leuten, die keine innere Bindung, also Herzblut für diese unsere Stadt haben. Nüchternes Kalkül und Gewinnorientierung sind Sache des Handels – von dem bekommt ihr eure Steuern.

Städteplanung ist eine Sache von Gefühl, Orts- und Gewohnheitskenntnis sowie Bindung – und die, man sollte es nicht glauben – fehlt euch Planern.