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VdK-Kreisverband Mergentheim - Kreiskonferenz in Edelfingen / Mitgliederzahlen steigen kontinuierlich

Wichtige Anlaufstelle für Hilfesuchende

Von 
Peter D. Wagner
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Die Geehrten, Verabschiedeten und der gewählte Vorstand des VdK-Kreisverbandes Mergentheim gemeinsam unter anderem mit dem Vorsitzenden Werner Seeger (rechts), Kassiererin Monika Peppel (Vierte von links) und Stefan Pfeil, VdK-Bezirksgeschäftsführer Nordwürttemberg. © Wagner

Tätigkeitsberichte, Vorstandswahlen und Ehrungen standen im Mittelpunkt der Kreiskonferenz des VdK-Kreisverbands Mergentheim im Landhotel Edelfinger Hof

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Edelfingen. Nach der Begrüßung durch den VdK-Kreisverbandsvorsitzenden Werner Seeger und dem Totengedenken dankte die Sozialdezernentin des Main-Tauber-Kreises, Elisabeth Krug, dem VdK für seine Arbeit. „Sie sind als VdK-Kreisverband mit den Ortsverbänden für die vor allem benachteiligten Menschen da – gerade auch in dieser schwierigen Pandemielage“.

Den VdK charakterisierte Krug als „modernen Sozialverband“, der sowohl konstruktiv-kritisches als auch dialogoffenes Sprachrohr sowie Interessenvertretung im sozialpolitischen Raum und eine wichtige Anlaufstelle für Menschen sei, wenn es um Informationen, Beratung und Unterstützung zu Sozialleistungen oder Rechtsansprüchen gehe.

Angesichts der momentan kontinuierlich steigenden Inzidenzzahlen, appellierte die Sozialdezernentin an alle Bürger, sich einer Schutzimpfung gegen Corona zu unterziehen.

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Einzelne fallen durchs Raster

„In unserer momentanen sozialpolitischen Zeit ist der VdK als Anlaufstelle unzähliger Hilfesuchender aller Generationen gefragter denn je“, unterstrich Bürgermeisterstellvertreterin Manuela Zahn in ihrem Grußwort.

„In den vergangenen Jahren ist Einiges auf den Weg gebracht worden, doch es gibt Einzelne, die durch das Raster fallen. Und wen es trifft, der ist eben besonders traurig, erzürnt oder entsetzt“, meinte sie.

„Bleiben Sie bei der Stange, helfen Sie weiter mit, das Elend zu verringern und ein bisschen mehr Lebensqualität für den Einzelnen zu schaffen“, ermunterte Manuela Zahn den VdK, verbunden mit einem Dank an die vielen ehrenamtlich beim VdK Engagierten.

3400 Mitglieder

Über die sehr positive Entwicklung der Mitgliederzahlen des Kreisverbandes berichtete Werner Seeger. Demnach stieg der Bestand zwischen 1. Januar 2019 und 31. Dezember 2020 um 146 von 3136 auf 3282 Mitglieder. Im laufenden Jahr kamen bis 1. Oktober 118 Neueintritte hinzu, so dass der Stand genau 3400 Mitglieder mit einem Durchschnittsalter von 63,3 Jahren beträgt. Diesbezüglich dankte der Kreisvorsitzende speziell den Ortsverbänden und deren Vorstandschaften für die geleisteten Beiträge zum stetigen Wachstum der Mitgliederzahlen.

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2019 konnte der VdK-Kreisverband noch Veranstaltungen durchführen oder daran teilnehmen. In Zusammenarbeit mit den Kreisverband Tauberbischofsheim fanden im Mai 2019 die 2. Gesundheitstage Main-Tauber-Kreis in Grünsfeld statt. Zudem war der Kreisverband beispielsweise bei der Gesundheitsmesse der Kurverwaltung Bad Mergentheim im Kursaal mit einem Messestand vertreten. 2020 seien hingegen wegen der Coronakrise so gut wie keine öffentlichen Veranstaltungen möglich gewesen. Als primäres Ereignis bezeichnete Seeger vor allem den Umzug der Bad Mergentheimer VdK-Kreisgeschäftsstelle in neue und größere Räumlichkeiten im Unteren Graben, die Anfang Oktober feierlich eingeweiht wurden.

Als besondere Höhepunkte für das kommende Jahr sind für den 3. April die nachgeholte Feier zum 75. Jubiläum des Kreisverbands Mergentheim in der Wandelhalle sowie am 7. und 8. Mai in Kooperation mit dem VdK-Kreisverband Tauberbischofsheim die 3. Gesundheitstage Main-Tauber-Kreis in Grünsfeld geplant. Für beide Veranstaltungen hat unter anderem Verena Bentele, Präsidentin des VdK Deutschland, ihre Teilnahme zugesagt.

Wohnberatung

Jährlich rund 20 Anträge vermeldete stellvertretend Monika Stütz für die vom VdK angebotene Wohnberatung, die durch Hans-Dieter Bauer durchgeführt wird.

Die Bearbeitung der Anträge betrage bis zum Abschluss in der Regel jeweils zirka drei Tage inklusive Beratung und Planung. Auf Wunsch nehmen die geschulten VdK-Wohnberater die bestehende Wohnsituation vor Ort auf. Ziel sei es, trotz eventueller Behinderung, eigener Pflegebedürftigkeit oder Mobilitätseinschränkungen so lange wie möglich in vertrauter Umgebung bleiben zu können.

Viel Geld herausgeholt

Sozialrechtsreferent Albrecht Zentgraf verzeichnete gemeinsam mit seiner Kollegin 2020 rund 700 Neuzugänge an Rechtsmitteln wie etwa bei Widersprüchen oder Klagen, mit denen insgesamt Nachzahlungen in Höhe von rund 485 000 Euro für Mitglieder hereingeholt werden konnten. Im laufenden Jahr seien es bis Ende Oktober bereits sogar über 500 000 Euro gewesen, die bei eingelegten Rechtsmitteln generiert wurden.

Aufgrund einer mit der immensen Anzahl von Anfragen resultierenden hohen Belastung („in zwei Wochen durchschnittlich 70 Telefongespräche täglich“) sei keine effektive und fundiert rechtssichere Arbeit mehr leistbar, so dass er um Unterstützung beim zuständigen Bezirksverbandsvorsitzenden Nordbaden gebeten habe.

Eine in den beiden abgelaufenen Geschäftsperioden trotz Coronakrise insgesamt positive Wirtschaftslage des VdK-Kreisverbandes Mergentheim vermochte Kassiererin Monika Peppel zu vermelden.

Aufgrund der Bestätigung einer beanstandungsfreien Finanzführung durch die beiden Revisoren Alois Bartsch und Hans-Dieter Deininger wurde der Vorstand daraufhin einstimmig durch die Mitglieder entlastet.

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