Heimunterricht - Gewerbliche Schule mit Technischem Gymnasium bietet digitalen Unterricht für zuhause / Lehrer übertragen im Live-Stream „Wenn Schüler nicht in die Schule kommen, kommt die Schule eben zu ihnen“

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gw
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Schulleiter Peter Wöhrle unterrichtet im leeren Klassenzimmer. Die Schüler verfolgen das Geschehen zuhause per Live-Übertragung. © GSMGH

Bad Mergentheim. Mit dem 17. März erlebten die Schulen in Baden-Württemberg eine unvergleichliche Situation. Wie die Gewerbliche Schule mitteilt, haben sich kurz nach der Schließung der Bildungseinrichtungen die ersten Konsequenzen abgezeichnet: Verschiebung von Prüfungen, wochenlanger Unterrichtsausfall und ein digitaler Wettstreit um die Bildungshoheit mit unseriösen Angeboten des Internets.

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Aus diesem Grund weitete die Gewerbliche Schule mit dem Technischen Gymnasium wie andere Schulen der Region ihr Lehrangebot aus. Wenn Schüler nicht in die Schule kommen können, dann kommen die Lehrkräfte zu ihnen. Zum einen lagen auf die jeweiligen Schülerklientel zugeschnittene Handreichungen und Reader am Vortag der Schulschließung bereits abholbereit in der Schule, so dass diese Lehrinhalte den Schülern einzeln ohne Ansteckungsgefahr gegeben werden konnten.

Software an Schüler verteilt

Zum Zweiten übertrug die Bildungseinrichtung abteilungsübergreifend Lizenzen für „Microsoft Office 365“ und den damit zusammenhängenden aktuellen Programmen für digitale Lernumgebungen an ihre Schüler. Mit diesen können sie in „Teams“ Materialien mit den jeweiligen Lehrkräften ansehen, erarbeiten, teilen, korrigieren und besprechen. Zum Dritten boten seitdem einige Lehrkräfte sowie Mitglieder der Schulleitung den Unterricht per Live-Stream an.

Das bedeutet eine Lernsituation mithilfe von Kameras, bei dem die Lehrkraft im leeren Klassenzimmer Unterricht hält. Die Unterrichtsinhalte wurden entsprechend zugeschnitten, so dass Schüler die Tafel oder die Leinwand jeweils am eigenen PC, Smartphone oder sonstigem Endgerät zuhause als Perspektive mitverfolgen konnten. Das entsprechende Equipment wurde von Schulleiter Peter Wöhrle zur Anschaffung freigegeben.

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Dabei war möglich, mit den Lehrenden direkt zu interagieren via Video-, Audio- beziehungsweise Textmeldung.

Im Besonderen konnten mit dieser Maßnahme Schüler erreicht werden, die kurz vor dem Abitur sowie weiterer Bildungsabschlüsse standen, um das Versprechen von Ministerin Eisenmann einzuhalten, dass bei Schülern durch Corona kein Nachteil entstehen soll. gw