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Katzenschutzverordnungen in Deutschland - Viele Städte reagieren / Tierschützer, Tierheime und Tierärzte sind mit der Problematik vertraut

Wachsende Streunerkatzen-Populationen eindämmen

Von 
jp
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Bad Mergentheim. In Deutschland leben rund zwei Millionen verwilderte Katzen auf der Straße. Unter der Annahme, dass eine Kätzin zweimal im Jahr einen Wurf mit drei Jungtieren bekommt und aufzieht und die Nachkommen sich wiederum entsprechend vermehren, ergibt sich theoretisch nach zehn Jahren eine beachtliche Anzahl von 240 Millionen Nachkommen eines Katzenpaares.

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Das Katzenelend unkastrierter Tiere umfasst nicht nur die dauerhafte Vermehrung, sondern auch Unterernährung, Verwahrlosung und das vermehrte Auftreten von Infektionskrankheiten, die beim Kontakt auf Hauskatzen übertragen werden können.

Mit einer Katzenschutzverordnung können Gemeinden langfristig die Katzenpopulation kontrollieren und somit vorbeugenden Tierschutz leisten. Die mit der Verordnung verpflichtende Kastration dämmt die Anzahl von Jungtieren ein und verringert damit das beschriebene Katzenelend. Um eine Kastration nachvollziehen zu können, sind die verpflichtende Kennzeichnung und Registrierung des Tieres notwendig und ermöglichen auch im Falle eines entlaufenen Tieres eine schnelle Zuordnung und Rückgabe an den/die Tierhalter/in.

Weiterhin ermöglicht die Kastrationsverordnung Tierschutzvereinen die Kastration von Fundtieren bereits nach 48 Stunden.

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Seit 2008

Bereits seit 2008 begegnen Städte und Gemeinden im Rahmen der Gefahrenabwehr daher verstärkt dem Problem der wachsenden Streunerkatzen-Populationen mit entsprechenden Verordnungen. Im Februar 2019 hatten bereits 722 Städte und Gemeinden in Deutschland eine Kastrationsverordnung. Denn sie dient der Erfüllung des Staatsziels, dem Schutz der Tiere nach Artikel 20a Grundgesetz. Das öffentliche Interesse an der Verhinderung von Leiden für wild lebende Hauskatzen überwiegt demnach auch das private Interesse einzelner Katzenhalter, ihre Katzen unkastriert frei laufen zu lassen. Zudem muss die Stadt/Gemeinde keine zusätzlichen Mitarbeiter abstellen, um die Durchsetzung der Kastrations- und Registrierpflicht zu kontrollieren.

Tierschützer, Tierheime und Tierärzte seien bestens mit der Problematik vertraut und hätten mit dieser Regelung endlich die rechtliche Handhabe, entsprechende Verstöße an die Behörde zu melden, so der Tierschutzverein Bad Mergentheim. jp

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