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Führung am 3. Oktober

Vom Leben jüdischer Familien

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Bad Mergentheim. Im Rahmen der Jüdischen Kulturtage findet am Sonntag, 3. Oktober, die Stadtführung „Jüdisches Leben in Bad Mergentheim“ statt. Treffpunkt ist um 11 Uhr an der Marienkirche. Die Dauer beträgt etwa eineinhalb Stunden Veranstalter der kostenfreien Führung ist der Verein Stolpersteine Bad Mergentheim.

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In Mergentheim sind seit dem Jahr 1293 jüdische Einwohner bezeugt. Die israelische Gemeinde zählte im Jahr 1700 in der Stadt 40 Mitglieder und erreichte 1895 mit 280 Personen ihren höchsten Stand.

Waren im Deutschen Reich weniger als ein Prozent der Bürger jüdischen Glaubens, so war der Anteil in Bad Mergentheim mit fünf Prozent weit über dem Durchschnitt des Deutschen Reiches. Jüdische Kurgäste waren gern gesehene Gäste in Bad Mergentheim. Der Anteil der jüdischen Kurgäste betrug bis zu zwölf Prozent.

Die nationalsozialistische Gewaltherrschaft führte aber auch in Mergentheim zu Demütigungen, Gewaltausbrüchen, Flucht und Deportation. Mindestens 61 jüdische Mergentheimer kamen von 1939 bis 1945 ums Leben. Klaus Huth, Geschichtslehrer und Vorsitzender des Vereins Stolpersteine Bad Mergentheim, hat sich jenseits solcher bloßen Zahlen mit den Schicksalen jüdischer Menschen und Familien in seiner Heimatstadt befasst.

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Der Schwerpunkt liegt auf der Betrachtung des Lebens jüdischer Einwohner in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, insbesondere während der NS-Zeit. Wie waren die jüdischen Bürger im gesellschaftlichen Leben einer Kleinstadt integriert? Wie wurden sie ausgegrenzt und später verfolgt? Welche Folgen hatte die nachbarschaftliche Gleichgültigkeit im Rahmen der nationalsozialistischen Verfolgung? Klaus Huth verdeutlicht anhand einzelner Persönlichkeiten und Familien gesellschaftliche Entwicklungen und schlägt dabei einen Bogen bis in die Gegenwart.

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