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Leserbrief - Zu „Bürger beklagen zu viele gefällte Bäume in der Innenstadt“ (FN 23. März)

Volle Pracht eines Baumes braucht Zeit

Von 
Leserbrief-Schreiber: Ludwig Blank
Lesedauer: 

Dem aufmerksamen und interessierten Bürger ist bereits in den vergangenen Jahren aufgefallen, dass immer mehr für die Stadtökologie wertvolle Bäume gefällt wurden und weiterhin werden. Ursache für viele oft unnötigen Abholzungen war das Kippen der Baumschutzverordnung im Jahre 2010 durch den Beschluss der „Baumtöter-Koalition“, wie sich der bekannte Mergentheimer Philosoph Eduard Kary (1934 - 2013) in seinem Leserbrief vom 22. Juli 2010 ausgedrückt hat.

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In der Diskussion zur Einführung einer Baumschutzverordnung im Jahre 1984 soll der legendäre damalige Oberbürgermeister Dr. Mauch an die Stadträte appelliert haben: „. . .meine Herren Räte, bedenken Sie bitte, wie lange ein Baum braucht, um seine volle Pracht und Größe zu entwickeln. . .“

Dieses Wissen scheint manchen heutigen Räten und Verantwortlichen wohl nicht bekannt zu sein und sehr wahrscheinlich auch nicht zu interessieren. Schnell hat man immer die gleichen Antworten parat: „Verkehrssicherung“ und „es werden ja Ersatzpflanzungen vorgenommen“. Leider dauert es halt mal zig Jahre, bis ein neu gepflanzter Baum seine volle ökologische Wertigkeit erreicht und einen alten Baum ersetzen kann.

Schon allein aus diesem Grunde sollte man ältere Bäume so lange wie möglich erhalten und pflegen!

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Die Absichtserklärungen in den zuständigen Gremien hinsichtlich Klimaschutz, Biodiversität und Stadtgrün muss man trotz der lobenswerten Anstrengungen für Neupflanzungen deshalb anzweifeln.

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