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Am Ortseingang von Löffelstelzen - Die große Grün-Oase ist fertig. Deutlich über 200 ehrenamtliche Arbeitsstunden investiert

Vielfältigen Lebensraum für Insekten geschaffen

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stv
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OB Udo Glatthaar (Fünfter von rechts), Ortsvorsteher Michael Müller (Dritter von links) weihten mit Unterstützerinnen und Unterstützern des Projekts das neue Biotop am Ortseingang von Löffelstelzen ein. Im Hintergrund sind das große Insektenhotel sowie eine der Schautafeln zu sehen. © Stadt Bad Mergentheim

Bad Mergentheim. Die große Biotop-Anlage am Ortseingang von Löffelstelzen ist fertig und im Beisein von Oberbürgermeister Udo Glatthaar offiziell eingeweiht worden.

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Es blüht, duftet und summt auf einer Gesamtfläche von mehr als 25 Ar. Unter anderem sind der neue Kreisverkehr sowie die Randbereiche der Straßen insektenfreundlich eingesät worden. Herzstück des Projekts ist aber das südlich an den Kreisverkehr anschließende Areal, das von einem Team engagierter Einwohnerinnen und Einwohner aller Altersgruppen um Ortsvorsteher Michael Müller während des Zeitraums eines Jahres zu einer wahren Grün-Oase entwickelt worden ist.

„Die Ausgleichsflächen für unser neues Baugebiet wollten wir für die Natur aktiv gestalten“, sagte Michael Müller bei der Vorstellung. Dort wachsen nun kleine Bäume wie Maulbeere oder Speierling, es gibt eine Natursteinmauer, einen Steinriegel, Vogelhäuschen, eine große Totholzhecke sowie eine geschützte Sandfläche.

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Besonderer Hingucker ist das urige „Insektenhotel“. Verschlungene, gemulchte Pfade führen Gäste durch die schöne Anlage – und zwei große Schautafeln halten ansprechend aufbereitete Informationen zur Tier- und Pflanzenwelt bereit. Die Sitzgruppe unter den bestehenden Linden wurde ebenfalls aufgewertet und wird als Rastplatz auch bei Radfahrern oder Wandernden geschätzt.

Bei dem Grün und den bunten Blüten, die überall sprießen, handelt es sich um verschiedene Saatgutmischungen, die Insekten über die gesamte Vegetationsperiode Nahrung bieten. Darüber hinaus ging es natürlich darum, Überwinterungsräume für Tiere und Insekten zu schaffen. „Bei all dem hatten wir starke Unterstützung“, bedankte sich der Ortsvorsteher unter anderem bei der Naturschutzgruppe Taubergrund, die beratend zur Seite stand und auch eine der großen Informationstafeln stiftete. Der Revierförster des Ketterwaldes, Helmut Weimert, stiftete große Eichenstämme, in die die kleinen Behausungen des Insektenhotels gebohrt wurden. Und auch die städtische Landschaftsplanerin Eva Müller sowie der Bauhof waren bei Konzeption und Umsetzung des Projektes aktiv.

OB Glatthaar zeigte sich von der Vielfalt und der Größe des Löffelstelzener Biotops beeindruckt: „Das ist ein starkes Gemeinschaftsprojekt – vielen Dank für dieses Engagement an die gesamte Ortschaft und alle Mitwirkenden!“

Die Stadt Bad Mergentheim setze sich mit vielen Initiativen und Projekten für mehr Biodiversität ein, da sei diese gelungene Anlage ein wirklich wertvoller Beitrag. Zudem werte sie den Ortseingang auf und biete auch für Menschen eine hohe Aufenthaltsqualität. Dank der behutsam gestalteten Erlebbarkeit sowie der guten Schautafeln könnten kleine wie große Gäste viel Wissenswertes über die Tier- und Pflanzenwelt sowie den Naturschutz erfahren, freute sich Udo Glatthaar.

Dass dahinter auch viel Arbeit steckt, bestätigte Ortsvorsteher Michael Müller dem OB auf Nachfrage: „Es sind deutlich über 200 ehrenamtliche Arbeitsstunden von den Mitwirkenden geleistet worden.“ Doch das habe sich gelohnt und die neue Anlage werde vielfach besucht und angesehen. stv

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