Deutschordensschloss - Eingangsbereich des Museums wurde nach Renovierung offiziell eingeweiht Viel Beifall für das neue Entree

Von 
Holger Schmitt
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Glanzvolle Eröffnung des neuen Eingangsbereichs im Deutschordensmuseum.

© Holger Schmitt

Bad Mergentheim. Das war eine glanzvolle Eröffnungsfeier, würdig des neuen, brillant gestalteten Eingangsbereichs im Deutschordensschloss. Viele Menschen waren zum Sektempfang gekommen, dennoch wirkt das Entree unter dem Kreuzgratgewölbe im ältesten Teil des Schlosses keineswegs überfüllt. Der Satz, "mindestens doppelt so groß wie früher" war oft zu hören.

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Doch in Wirklichkeit hat sich der Grundriss nicht verändert. Die neue "Größe" ist der geschickten Planung, da waren sich alle Redner einig, von Rolf Wischnewski zu danken.

Oberbürgermeister Udo Glatthaar zeigte sich beeindruckt von "Illumination, Mobiliar und Innenarchitektur", welche den Raum ganz neu zur Geltung brächten. "Dieser Eingangsbereich kleidet das Museum nach außen ganz hervorragend" verwies der OB auf die gerade eröffnete Sonderausstellung "Kleider machen Leute" von Herlinde Kölbl. Nicht minder begeistert äußerte sich der Aufsichtsratsvorsitzende des Deutschordensmuseums Ministerialrat Bernhard Gieß und dankte den Sponsoren: "Gäbe es nicht Menschen wie Sie, wäre dieses, nun blank polierte, Schaufenster nicht möglich gewesen".

Zuvor hatte Gieß, Leiter des Referats Schlösser und Gärten im Land festgestellt: "Der Eingangsbereich eines Museums ist sein Schaufenster. "Dieses Schaufenster hier hatte im Laufe der Jahre an Glanz verloren; in einigen Ecken war es blind geworden und machte nicht sofort Lust darauf, die Schätze dahinter besuchen zu wollen". "Der neu gestaltete Eingangsbereich macht nun Lust auf mehr. Mehr erleben, mehr sehen, mehr erfahren", sagte Bernhard Gieß.

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Der "Herr der Schlösser" verwies noch auf die neue prähistorische Abteilung im Gewölbekeller unter dem Eingangsbereich "Vor 4500 Jahren. Im Taubertal zu Hause" welche, Dank des Museumsvereins am 6. Mai eröffnet werden kann. Gieß kündigte weiter an, dass im Herbst damit begonnen werden soll, die Säulenhalle, die Berwart- und die Reisser-Treppe nach den Vorgaben des Denkmalschutzes "wieder in einen repräsentativen Zustand zu versetzen".

Museumsdirektorin Maike Trentin-Meyer erklärte die Notwendigkeit der Umgestaltung: "Vor über 20 Jahren wurde der Eingangsbereich des Deutschordensschlosses zuletzt eingerichtet. Seither hat sich viel beim Betrieb des Museums geändert, die Einrichtung wurde seit damals von über 700 000 Besuchern benutzt und abgenutzt". Mit den Jahren sei der Wunsch, den Eingangsbereich zu erneuern immer drängender geworden, betonte die Museumsdirektorin. Schon vor Jahren habe Rolf Wischnewski "als Geschenk" den Entwurf für die Neugestaltung vorgelegt. "Aber bei einem so großen Haus mit 5000 qm kann nicht jeder Wunsch sofort erfüllt werden".

Akribisch geplant

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Spätestens im Jubiläumsjahr 2014 (150 Jahre Deutschordensmusem) wurde das Problem immer drängender: "Dieser Eingangsbereich animierte nicht zum Museumsbesuch, er erweckte einen falschen Eindruck vom Museum", erklärte Maike Trentin-Meyer.

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Wie ihre Vorredner würdigte die Direktorin das Engagement der vielen Sponsoren, besonders der Möbelfirma Rauch aus Freudenberg und rzb Leuchten Bamberg, welche mit ihren Inhabern bei der Feier vertreten waren. Sie dankte besonders Rolf Wischnewski, "für seine Professionalität, Detailgenauigkeit und akribische Vorplanung".

Die Musik passte bestens zum neuen Ambiente. Karin Amrhein entlockte ihrer Bassklarinette originelle, bisher "unerhörte" Töne.