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Leserbrief - Zum Leserbrief von Dr. Hofmann (12. März)

Unverhofft kommt oft

Von 
Elisabeth Schlecht
Lesedauer: 

Für das Asylverfahren des Altenpflegers Ndow fordert Herr Dr. jur. Hofmann „Härte“ und postuliert: „Der Rechtsstaat gibt sich auf, wenn er seine Gesetze nicht mehr durchsetzt.“

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Zu ergänzen ist: „. . .und die menschliche Vernunft hat ihren Platz im (bewusst) relativ weiten Ermessensspielraum des Richters.“ Der schien mir beim oben genannten Brief-Schreiber doch leicht eingeengt zu sein.

Ich kenn auch ein gültiges Gesetz, das könnte ihn mit aller von ihm gewünschten Härte treffen: „Das Maß, mit dem ihr messt, damit werdet ihr gemessen.“ So urteilt Weltenrichter Christus (Mk. 4,24). Wie schnell kann es gehen, dass jemand von jetzt auf nachher zum Vollpflegefall wird! Unverhofft kommt oft.

Wenn dann keiner Zeit hat, einem zu Trinken zu geben, weil die Station unterbesetzt und dazu noch drei Pflegende krank. Da kann das Warten lang, gefährlich und qualvoll sein. Wenn dann aber endlich doch einer kommt, womöglich ein Asylbewerber, der die Schnabeltasse reicht, wäre der dann Recht? Ist dann spätestens zu erkennen, was wirklich wichtig ist im Leben oder Sterben?

Hoffentlich schon jetzt.

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