Leserbrief - Zu Bebauungsplänen und „zugeschütteten“ Gärten Umdenken ohne Zeigefinger

Von 
Matthias Oed
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Zunehmend kann man in den Neubaugebieten , aber auch bei älteren Baugebieten, die rasante Zunahme von extrem bis komplett „zugeschütteten“ Vor- und zum Teil Hintergärten, beobachten. Über die Folgen wurde schon genügend gesprochen und geschrieben.

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Die Hauptschuld gebe ich den Grundstückseigentümern und deren Bequemlichkeit. Aber nicht nur!

Laut Bebauungsplan der Stadt Bad Mergentheim für z.B. das „Bandhaus 4 / Teil 2“ von Oktober 2017, wird unter „1.5. Gestaltung der unbebauten Flächen der bebauten Grundstücke“ bei Punkt 1.5.1. deutlich von „Grünflächen“ und „gärtnerischen Anlagen“ gesprochen. Punkt 1.5.1 fordert sogar ein, dass man großkronige, heimische Laubbäume oder Obstbäume zu pflanzen hat. Dazu kommen noch ein heimischer Strauch – in meinen Augen viel zu wenig für die Tierwelt unserer Heimat. Aber selbst das Wenige wird oft nicht angepflanzt.

Nun kommt die Stadt ins Spiel: Werden die Bebauungspläne überprüft? Wohl kaum streng genug. Des Weiteren, wenn selbst Landschaftsgärtner die Gärten gestalterisch mit Schotter zuschütten, haben sie als Berater versagt und tragen auch einen Teil der Schuld bei der Erhitzung der Städte.

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Wir müssen umdenken, ohne erhobenen Zeigefinger. Jeder kann/soll/muss seinen Teil dazu beitragen. Unter diesem Aspekt wünsche ich allen Lesern ein gutes Gelingen für 2020 und alle folgenden Jahre.