Stadtsportausschuss - Sportler und Mannschaft des Jahres geehrt / Handball-Nationaltorwart Carsten Lichtlein zu Gast Trainingsfleiß ist die Basis des Erfolgs

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Werner Mies
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Sportler des Jahres wurden (Bild oben von links) Claudia Konrad und Christoph Auer, Mannschaft des Jahres Walter Frank, Wolfgang Ulshöfer und Armin Ulshöfer vom Schützenverein Edelfingen. Unser Bild unten rechts zeigt die Gold-Gewinner, das Bild links die Silber-Gewinner.

© Werner Mies

Neunkirchen. Der Stadtsportausschuss ehrte im Dorfgemeinschaftshaus in Neunkirchen die erfolgreichsten Sportler des Jahres 2015. Und das waren nicht wenige. Aus den Vorschlägen der Vereine hatte eine Jury immerhin 132 Sportler - 46 Einzelsportler und 15 Mannschaften - für die Bronze-Urkunde ausgesucht, die silberne Ausführung erhielten 23 (zwölf Einzelsportler und drei Mannschaften), und mit Gold wurden acht Sportlerinnen und Sportler geehrt.

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Sportlerin des Jahres 2015 wurde, wie berichtet, Claudia Konrad von der Abteilung Schwimmen des TV 1862 Bad Mergentheim. Sie hatte bei den Deutschen Meisterschaften der Masters in 100m Freistil den zweiten Platz und beim gleichen Wettkampf in der Disziplin 50m Rücken den dritten Platz errungen. Der Titel "Sportler des Jahres 2015" wurde Christoph Auer vom Schützenverein Edelfingen verliehen. Er hatte den ersten Platz bei den Bundesmeisterschaften im Sommerbiathlon Target errungen. Vom gleichen Verein kommt die Mannschaft des Jahres 2015. Walter Frank, Armin Ulshöfer und Wolfgang Ulshöfer gelang es im letzten Jahr, bei den Landesmeisterschaften im Blankbogen Halle den ersten Platz zu gewinnen.

Aufgefallen ist, dass die Edelfinger Schützen an diesem Abend mit 56 Urkunden am meisten auf die Bühne gerufen wurden. Aber auch die anderen Vereine hatten eine Menge Erfolge erzielt. So wurden vom VfB Bad Mergentheim mit seiner Frauenfußballmannschaft 28 Sportlerinnen geehrt, vom TV 1862 Bad Mergentheim 17 (darunter 14 der Schwimmabteilung), vom TSV Markelsheim 18, von den Schachfreunden Anderssen zwölf, von der DMSG 1478 Bad Mergentheim acht, von den Rhönradturnerinnen des SV Edelfingen 16 und vom Baseball-Club Bad Mergentheim Warriors 18. Dabei ist zu berücksichtigen, dass einige Sportler für ihre Erfolge in mehreren Disziplinen ihrer Sportart Urkunden überreicht bekamen. Eine anstrengende Arbeit für OB Udo Glatthaar, den Präsidenten des Stadtsportausschusses Karl Zeller und den Ehrengast Carsten Lichtlein, denen Heike Walter vom städtischen Amt für Tourismus und Sport assistierte. Das ging kurzweilig dank der Moderation von Klaus Höflinger, über die Bühne. Zuvor hatte der Oberbürgermeister die vielen Sportler, Vereinsvorstände, Sportfunktionäre, Eltern und Ehrengäste im voll besetzten Dorfgemeinschaftshaus begrüßt. Er lobte die Erfolge der Sportler, die seit 1972 mit einer Sportlerehrung der Stadt gewürdigt würden.

Er bekannte, dass die Sportausführung durch den Ausfall des Solymars, der DOG-Sporthalle und des Stadtgartens in letzter Zeit erschwert war und deshalb auswärtige Sportstätten aufgesucht werden mussten. Doch stehe ja nun das Solymar und der Stadtgarten wieder zur Verfügung und für den Neubau seien die notwendigen Ausschreibungen im Gange. Sollten diese nicht zum gewünschten Erfolg führen, müsse man auch noch einmal über eine Sanierung nachdenken.

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Dass die Stadt viele ehrgeizige Sportler hat, zeigte der Stadtlauf mit über 1500 Läufern, die damit die größte Veranstaltung dieser Art zwischen Heilbronn und Würzburg sei. Die Ehrungen des Abends sollen auch Ansporn für künftige Leistungen sein, schloss der OB.

Der Präsident des Stadtsportausschusses Karl Zeller dankte den Sportlern für ihr ausdauerndes und gezieltes Training, das zu den Erfolgen geführt habe. In seinen Dank schloss er die Vereinsvorstände, Trainer, Übungsleiter und Eltern mit ein. Als Vorbild für den Sport hob er den Ehrengast des Abends Carsten Lichtlein hervor, der nur mit Ausdauer und Trainingsfleiß seinen Weg in die Handballnationalmannschaft gefunden habe. Auch Zeller erinnerte an den Ausfall einiger Sportstätten und verwies auf die Sportförderrichtlinien der Stadt, nach denen die Stadt den Vereinen Planungssicherheit hinsichtlich der Nutzung von Sportstätten geben müsse. Er bat deshalb um einen Sachstandsbericht und darum, den Vereinen ein Lösungskonzept für die neue Halle vorzustellen.

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In zwei Interviews stellte Moderator Klaus Höflinger den Ehrengast des Abends, den Handballtorwart der Nationalmannschaft Carsten Lichtlein, vor. Lichtlein stammt aus einer "handballverrückten Familie" und wurde 1980 in Würzburg geboren, wuchs in Heidingsfeld auf, begann mit vier Jahren Handball zu spielen und hat nach seinem Abitur eine Berufsausbildung als Steuerfachangestellter absolviert. Im Jahr 2000 hatte er seinen ersten Profivertrag beim TV Großwallstadt erhalten und ist seit 2013 in der Mannschaft des VFL Gummersbach. Deutlich machte Lichtlein auf die Frage nach seinen Nichteinsätzen bei der EM klar, dass bei der Nationalmannschaft der Teamgedanke im Vordergrund stehe, da sei es egal, wer im Tor stehe. Sein nächstes großes Ziel sei die Teilnahme an den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro in diesem Jahr. Den Sportlerinnen und Sportlern empfahl er, Fleiß und Ehrgeiz zu entwickeln und nach Rückschlägen wieder aufzustehen. Dazu gehörten aber auch gute Trainingsmöglichkeiten, mahnte er. Eine besondere sportliche Note erhielt der Abend durch eine Vorführung der Turnerinnen und Turner des TSV Markelsheim, die akrobatisch und schwungvoll ihr Können im Bodenturnen unter Beweis stellten und großen Applaus der begeisterten Zuschauer erhielten.

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