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Stadtverwaltung

Städtisches Maßnahmen-Paket zum Energiesparen geschnürt

Temperatur-Absenkung im Rathaus und öffentlichen Gebäuden. Klimaanlagen oder Heizlüfter sind künftig tabu. Kurzzeitige Illuminationen im Rahmen von Veranstaltungen

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stv
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Ein Thermostat an einer modernen Heizung.

Bad Mergentheim. Die Stadtverwaltung hat im Zuge der aktuellen Energiekrise ein erstes Maßnahmenpaket für Einsparungen in den eigenen Betriebsabläufen geschnürt.

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„Mit Blick auf den bevorstehenden Winter wollen wir unsere Sparbemühungen noch einmal intensivieren“, sagt Oberbürgermeister Udo Glatthaar. Dabei gehe es nicht nur darum, einen wichtigen Beitrag zur Versorgungssicherheit zu leisten, „sondern es sollen angesichts stark gestiegener Energiekosten auch die finanziellen Belastungen für den öffentlichen Haushalt bestmöglich abgedämpft werden“.

So sind in Bad Mergentheim die technischen Vorbereitungen bereits getroffen, um die erlassene Bundesverordnung umzusetzen und öffentlichen Gebäude im kommenden Winter auf nicht mehr als 19 Grad zu heizen. In diesem Zuge werden die Heizungsvorlauftemperaturen um mindestens zehn Kelvin abgesenkt, einzelne Thermostate begrenzt und die Nachtabsenkung für die Gebäude verlängert.

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„In allen Gebäuden der Stadt, die mit Fernwärme versorgt werden, haben wir die Lastgangdaten der zurückliegenden drei Jahre überprüft und werden nun einen Antrag auf Reduzierung der Bereitstellungsleistung stellen können“, erläutert Stadtbaudirektor Bernd Straub. In den Verwaltungsgebäuden wird es auch keine Warmwasserversorgung mehr geben, vorgesehen ist diese Einschränkung zudem für alle Sporthallen, die das Wasser nicht über Solarthermie beheizen.

Klimaanlagen oder Heizlüfter sind im Rathaus und anderen städtischen Einrichtungen künftig tabu – sofern sie nicht für die EDV-Technik zwingend benötigt werden. Die Beleuchtung der Räume und Flure wurde bereits auf das notwendige Mindestmaß reduziert. Wie schon in der Corona-Zeit erprobt, wird es Angebote zur Arbeit im Homeoffice geben. Eine Dienstanweisung für die Mitarbeitenden listet zudem viele kleine Energiespar-Gebote auf, die zusammen einen spürbaren Effekt bringen sollen.

Für Kindergärten und Schulen wird die Stadtverwaltung gemäß Bundesvorgabe auf eine festgelegte Temperatur-Absenkung verzichten. Es wird jedoch einen engen Austausch mit Schulleitungen und Kindergarten-Trägern geben, um Energie-Einsparpotenziale in den jeweiligen Gebäuden zu finden und konsequent zu nutzen.

Auch im öffentlichen Raum soll gespart werden. Bereits jetzt werden neue Straßenbeleuchtungen ausschließlich in der sparsamen LED-Technik ausgeführt. Die Umrüstung bestehender Lampen möchte die Verwaltung beschleunigen und dem Gemeinderat dazu entsprechende Vorschläge vorlegen. Die Weihnachtsbeleuchtung ist bereits größtenteils auf LED umgestellt, hier wäre eine Reduzierung denkbar – das soll jedoch zunächst mit Vertretern von Einzelhandel und Tourismus sowie den Gremien abgestimmt werden.

„Wir werden das Thema Energiesparen entschlossen angehen und ich freue mich, dass sich hier so viele motiviert einbringen. Gleichzeitig bitte ich auch um Verständnis, dass wir als Tourismusstandort keine vorschnellen Entscheidungen zur möglichen Absage von Großveranstaltungen treffen werden“, sagt OB Glatthaar. Konkret verweist die Stadtverwaltung darauf, dass es zwar keine Dauer-Anstrahlung von Gebäuden mehr geben werde, kurzzeitige Illuminationen im Rahmen von Veranstaltungen (wie dem anstehenden „Nachtbummel“) aber im Sinne der Bundesvorgabe ausdrücklich zulässig seien.

Auch Einschränkungen im Service für Bürgerinnen und Bürger, etwa bei den Öffnungszeiten, solle es zunächst nicht geben. Auf der städtischen Internetseite www.bad-mergentheim.de stellt die Stadt Bad Mergentheim in Zusammenarbeit mit dem Stadtwerk Tauberfranken praktische Energiespar-Tipps für alle vor. stv

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