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Städte und Gemeinden gefordert

Von 
Gilbert Weise
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Leserbrief zum Thema „Tierheim an der Belastungsgrenze“ (FN 8. Juli)

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Alle Jahre wieder. . . Jahr für Jahr kommt es regelmäßig zur Überfüllung der Tierheime durch eine unkontrollierte Population von Katzen. Dazu muss man wissen, dass ein Katzenpaar im Schnitt zweimal Nachwuchs, mit ca. drei Kitten, pro Wurf bekommt. Was nach zwei Jahren 66 Katzen ergibt! Dieses unverantwortliche Handeln, welches Menschen gemacht ist, wird auch hier im Tierheim Bad Mergentheim sichtbar. Die Belastung ruht hier, wieder mal, auf den Tierschutzvereinen mit ihren Tierheimen und Pflegestellen sowie auf den wenigen Schultern der Tierpfleger, Ehrenamtlichen und Mitglieder.

Eine Umfrage durch den Landestierschutzverband verdeutlicht diese Problematik. Diese zeigt auf, dass bei zirka 75 freilebenden Katzen und Katern, pro Verein, pro Jahr, eine Kastration durchgeführt wird, Tendenz steigend. Leider bleibt es selten bei den durchschnittlichen Kastrationskosten von ca. 90 Euro pro Tier. Aufgrund des schlechten Gesundheitszustandes der Fundtiere fallen zusätzliche Arzt- und Medikamentenkosten an. Hier kommen Jahr für Jahr stattliche Beträge zusammen, die nur durch Spenden zu stemmen sind. Die Fundtierpauschale von 0,80 Cent pro Einwohner ist nicht mehr als ein Tropfen auf den heißen Stein.

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Um diese Belastungen aufzufangen und umzuverteilen sind nun die politisch Verantwortlichen der Städte und Gemeinden im Main-Tauber Kreis gefordert. Eine Möglichkeit der Entlastung wäre die Umsetzung einer Kastrations-, Kennzeichnungs- und Registrierungsverordnung für Katzen. Diese Möglichkeit zur Reduzierung der wilden Population wird in Baden-Württemberg unter anderem in Aidlingen, Münstertal und Schramberg schon genutzt. Somit werden nicht nur Kosten reduziert, sondern auch im erheblichen Maße Schmerzen, Leiden oder Schäden bei verwilderten Katzen dauerhaft vermieden. Wie sagte einst Voltaire: „Wir sind verantwortlich für das, was wir tun, aber auch für das, was wir nicht tun.“

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