Stadt Bad Mergentheim - Vorbereitungen auf die Landtagswahl am 14. März laufen auf Hochtouren / Klare Regeln auch in Corona-Zeiten So viele Briefwähler wie noch nie

Auf bis zu 6000 Briefwähler stellt sich die Stadt Bad Mergentheim in Sachen Landtagswahl ein. Das wären dann über 35 Prozent aller Wahlberechtigten.

Von 
Sascha Bickel
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Gemeindewahlleiter Jürgen Friedrich mit den zwei Kisten Briefwahl-Stimmen, die allein zwischen Montag und Dienstag binnen 24 Stunden im Bad Mergentheimer Rathaus eingegangen sind. © Stadt Bad Mergentheim

Bad Mergentheim. Die Redaktion sprach mit Hauptamtsleiter Jürgen Friedrich, der auch Gemeindewahlleiter ist, über die anstehende Landtagswahl am Sonntag, 14. März. Die Corona-Krise hat zur Folge, dass mit wesentlich mehr Briefwählern gerechnet wird – die Antragszahlen sprechen bereits dafür.

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Wie läuft die Vorbereitung auf die Landtagswahl bei der Stadt Bad Mergentheim?

Hauptamtsleiter Jürgen Friedrich: Die eigentlichen Wahl-Vorbereitungen laufen ab wie immer, dabei haben wir eine gewisse Routine. Neu sind jedoch die Rahmenbedingungen einer Pandemie, wodurch sich viele Abläufe ändern.

Wird es genauso viele Wahllokale wie in der Vergangenheit geben - oder coronabedingt weniger?

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Friedrich: An der Zahl der Wahllokale haben wir nichts verändert, es gibt genauso viele davon wie sonst auch. Das bedeutet, dass wir 23 Urnen-Wahlbezirke haben (neun in der Kernstadt, zwei in Markelsheim und je einen weiteren in jedem einzelnen Stadtteil) sowie insgesamt drei Briefwahlvorstände bilden werden.

Wegen Corona wurden allerdings einige Wahllokale verlegt, dies betrifft vor allem die Teilorte. Überall dort, wo die sonst genutzten Räumlichkeiten in den Rathäusern zu eng sind, weichen wir in Turnhallen oder Dorfgemeinschaftshäuser aus. Die entsprechende Information hat jede Wählerin und jeder Wähler mit der Wahlbenachrichtigung bekommen.

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Wie entwickelt sich die Zahl der Briefwähler vor Ort – mit was rechnet die Stadt hier?

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Friedrich: Wir haben bereits heute, knapp drei Wochen vor dem Wahltermin, rund 3700 Briefwahl-Anträge bearbeitet. So viele wie sonst insgesamt bei einer solchen Wahl.

Bis zum Wahltag rechnen wir mit 5000 bis 6000 Briefwählern. Da dieser Trend wegen Corona abzusehen war, haben wir im Vorfeld sogar noch darüber hinaus Briefwahlumschläge beschafft, so dass uns das Material nicht ausgeht.

Ist die Besetzung der Wahllokale mit ausreichend Personal gewährleistet?

Friedrich: Ja. Sollte es wegen einer Infektion oder Quarantäne-Anordnung kurzfristige Ausfälle geben, so können wir auf fest vorgemerktes Ersatzpersonal zurückgreifen.

Die Briefwahlvorstände, auf die in diesem Jahr besonders viel Arbeit zukommen wird, haben wir schon heute mit so genannten „Hilfskräften“ personell aufgestockt.

Wie läuft die Wahl und wie die Auszählung coronakonform ab?

Friedrich: Es wird aufgrund der hohen Briefwahl-Quote weniger Wählerinnen und Wähler am eigentlichen Wahltag geben. Trotzdem haben wir als Wahlamt für jedes Wahllokal ein Hygienekonzept entwickelt. In den Stadtteilen haben uns die Ortsvorsteherinnen und Ortsvorsteher dabei unterstützt. Die Konzepte legen fest, wie wir einen „Einbahnverkehr“ durch das Wahllokal gestalten können, bei dem sich die Wähler nicht begegnen.

Zudem bekommen die jeweiligen Wahlvorstände von uns umfangreich Schutzmaterial zur Verfügung gestellt: Masken, Spuckschutzwände, Hand- und Flächendesinfektionsmittel, Einmalhandschuhe.

Jede Person, die ihre Stimme abgibt, erhält diesmal auch ihren eigenen Kugelschreiber. Und schließlich planen wir, allen Wahlhelfern im Vorfeld ihres Dienstes einen kostenlosen Corona-Schnelltest anzubieten.

Beim Auszählen kommt uns der Wechsel in großzügige Räumlichkeiten wieder zugute, denn so können die Mitglieder der Wahlvorstände bei ihrer Arbeit bestmöglich Abstand zueinander halten. Auch für die Briefwahl-Teams, die im Neuen Rathaus arbeiten, wird dies gewährleistet sein.

Was gilt es noch rund um die anstehende Wahl zu beachten?

Friedrich: Wir bedanken uns schon heute bei allen Wahlhelferinnen und Wahlhelfern sehr herzlich für ihren ehrenamtlichen Einsatz. Das sind in erster Linie die Bediensteten der Stadtverwaltung, aber auch Ortschaftsräte und viele weitere Bürgerinnen und Bürger. Gerade unter den erschwerten Bedingungen ist das ein wichtiger Dienst an der Demokratie!

An die Wähler haben wir die Bitte, dass sie sich am Wahltag verantwortungsbewusst verhalten und die Abstands- und Hygieneregeln beachten.

Redaktion Hauptsächlich zuständig für die Große Kreisstadt Bad Mergentheim