CeresAward - Kornelia Lehr aus Markelsheim ist in zwei Kategorien für den bedeutenden Landwirtschafts-Preis nominiert / Galaveranstaltung am 11. Oktober in Berlin Sie macht allen Mut, der Landwirtschaft ein Gesicht zu geben

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Kornelia Lehr (Vierte von links) im Kreis ihrer Familie. Die Landwirtin ist für den CeresAward nominiert, der als der bedeutendste Preis für Landwirte im deutschsprachigen Raum gilt. Die Entscheidung fällt am 11. Oktober.

© Philipp Ledényi, dlz agrarmagazin

Markelsheim/Berlin. Kornelia Lehr, Unternehmerin aus Markelsheim, gehört zu den besten Landwirten Deutschlands. Lehr qualifizierte sich für den CeresAward, den bedeutendsten Preis für Landwirtinnen und Landwirte im gesamten deutschen Sprachraum. Ob sie den begehrten Titel "Landwirt des Jahres" oder den Sieg in der Kategorie "Unternehmerin" davontragen wird, das wird auf der Preisverleihung im Rahmen der Galaveranstaltung "Nacht der Landwirtschaft" am 11. Oktober in Berlin verkündet.

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Wein und Geselligkeit auf den Weinbergen vom Jakobshof. Mit geschicktem Marketing und Angeboten wie Weinbergführungen, Weinproben, Weinbergfahrten oder Übernachten im Weinfass baute die ausgebildete Landwirtin Kornelia Lehr den touristischen Betriebszweig ihres 120 ha Ackerland umfassenden Gemischtbetriebs aus. So kann die 51-jährige Mutter von vier Kindern nicht nur ihre persönlichen Stärken einbringen. Durch die Kombination von Landwirtschaft, Weinbau und Tourismus ist der Betrieb jetzt auch vielseitig aufgestellt und verkraftet so die ein oder andere Marktschwankung. Neben der Erledigung der Büroarbeiten und der Betriebsorganisation beeinflusst Lehr mit ihren Ideen und Anregungen das Betriebsergebnis stark.

Zudem nutzt sie den Kontakt zu so vielen Menschen dafür, Imagepflege für landwirtschaftliche Familienunternehmen im Allgemeinen zu betreiben. Lehr ist stolz darauf, im Einklang mit der Natur Lebensmittel zu erzeugen die ihr, ihren Kindern und der Bevölkerung schmecken. Und das gibt die Landwirtin gern weiter.

Als stellvertretende Landesvorsitzende des Katholischem Deutschen Landfrauenbund, Diözesanverband Rottenburg Stuttgart bringt sie viele landwirtschaftliche Themen zur Sprache. Sie möchte allen Mut machen, der Landwirtschaft ein Gesicht zu geben und ist mit ihrem Modell selbst der beste Beweis dafür, dass es sich lohnt, neue Projekte anzupeilen und umzusetzen.

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Ob Lehr den begehrten Titel "Landwirt des Jahres" oder den Sieg in der Kategorie "Unternehmerin" davontragen wird, das wird im Rahmen der Galaveranstaltung "Nacht der Landwirtschaft" am 11. Oktober in Berlin verkündet. Die Preisverleihung ist ein Branchentreff ersten Rangs, zu der die Veranstalter rund 350 Gäste erwarten.

Seit vier Jahren würdigt dlv Deutscher Landwirtschaftsverlag mit dem CeresAward Landwirte, die Außergewöhnliches leisten und täglich nachhaltig für Mitmenschen, Tiere und Umwelt wirtschaften. Neben einem Gesamtsieger werden Sieger in elf Einzelkategorien (Ackerbauer, Biolandwirt, Energielandwirt, Fleischrinderhalter, Geflügelhalter, Geschäftsidee, Junglandwirt, Manager, Milchviehhalter, Schweinehalter und Unternehmerin) ausgelobt. Als Preisgeld winken dem Gesamtsieger 10 000 Euro für ein Projekt seiner Wahl, welches das Ansehen der Landwirtschaft fördert. Die Sieger der Einzelkategorien erhalten jeweils ein Preisgeld von 1000 Euro, um ihren Sieg mit Familie, Freunden und Mitarbeitern zu feiern. Über 180 Bewerbungen gingen bis zum Bewerbungsschluss Ende April beim dlv Deutscher Landwirtschaftsverlag ein. 35 Finalisten sind nach intensiver Prüfung der Jury, bestehend aus Fachleuten von Branchenorganisationen, Redakteuren des dlz agrarmagazins sowie Vertretern des jeweiligen Kategoriensponsors, ins Finale gewählt worden.

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Um die finalen Kategoriensieger sowie den Gesamtsieger zu ermitteln, besuchten die Jurorenteams die Finalisten im zweiten Schritt auf ihren Höfen in Deutschland, Luxemburg, Österreich und Südtirol. Entscheidend sind dabei nicht Höchstleistungen auf dem Feld oder im Stall, sondern beste wirtschaftliche Ergebnisse bei gleichzeitiger Berücksichtigung bäuerlicher Unternehmertugenden wie Mut, Ideenreichtum sowie Verantwortungsbewusstsein für Familie, Betrieb, Tier, Natur und Gesellschaft.

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Aus Baden-Württemberg sind neben Kornelia Lehr auch Anne Körkel aus Kehl, ebenfalls in der Kategorie Unternehmerin, und Martin Haas aus Ellwangen-Erpfental in der Kategorie Schweinehalter nominiert.