Gewerbliche Schule - Dr. Baum erhebt schwere Vorwürfe Schüler zum Maskentragen gezwungen?

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borg
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Bad Mergentheim. Schwere Vorwürfe erhebt die gesundheitspolitische Fraktionssprecherin der AfD, Dr. Christina Baum MdL, gegen die Gewerbliche Schule Bad Mergentheim. Ihr sei angezeigt worden, dass Schüler „trotz Beschwerden über Kopfschmerzen, Schwindel und Übelkeit ihre Maske auch nicht kurzfristig abnehmen durften, vielmehr gezwungen wurden, diese weiter zu tragen“. Doch Schulleitung, Regierungspräsidium und Kultusministerium ist der „Fall“ nicht bekannt.

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Laut Baum erfülle dieser Vorgang nicht nur den Tatbestand der Nötigung, sondern auch den der – wenigstens fahrlässigen – Körperverletzung. Die AfD-Politikerin fordert in einem Abgeordnetenbrief, der den FN vorliegt, Dr. Susanne Eisenmann dazu auf, sich dieser Umstände anzunehmen, sie „unverzüglich abzustellen und entsprechende Dienstaufsichtsbeschwerdeverfahren einzuleiten“.

Oberstudiendirektor Peter Wöhrle, Schulleiter der Gewerblichen Schule Bad Mergentheim in der Seegartenstraße, ist der Sachverhalt jedoch gar nicht bekannt. Weder von Schüler-, noch von Eltern oder Lehrerseite sei ein entsprechender Vorfall an ihn herangetragen worden. Wöhrle wies im Gespräch mit den FN darauf hin, dass erst seit Montag die Pflicht zum Tragen einer Maske im Unterricht bestehe. Zuvor habe die Maske in der Gewerblichen Schule lediglich auf den Fluren, in den Toiletten und auf dem Schulhof getragen werden müssen. Von Ausbilderseite sei die Maskenpflicht im Unterricht sogar begrüßt worden, vielfach habe man sich diesen Schritt schon zu einem früheren Zeitpunkt gewünscht.

Eine Anfrage beim zuständigen Ministerium ergab ebenfalls keinen Hinweis auf ein Vergehen. Auch dem Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg oder dem Regierungspräsidium sei ein solcher Fall nicht bekannt. borg