Weltladen Bad Mergentheim - Brunnenbau in der nigerianischen Heimatstadt von Pater Basil ist das Hilfsprojekt des Jahres Sauberes Wasser für Umumilo ist das Ziel

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In Umumilo ist Wasser holen eine große Mühe. Die Kinder wenden hierfür viel Zeit auf, die ihnen dann für den Schulbesuch fehlt. Der Brunnenbau hilft ihnen, ihre Zeit sinnvoller zu nutzen.

© Weltladen Bad Mergentheim

Bad Mergentheim. Auch wenn er nicht selbst Hand anlegt: Pater Basil wird in seinem Heimatort Umumilo im Südosten Nigerias dafür sorgen, dass Brunnen gebaut werden, damit auch die Armen dort einfacher und billiger an sauberes Wasser kommen.

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Das Ansehen und das Vertrauen, das Pater Basil in "seiner" Kirchengemeinde in Bad Mergentheim erworben hat, ist der Eckstein dieses Hilfsprojektes des Weltladens Bad Mergentheim.

Ohne seine Verbindungen in Umumilo und ohne seine Erfahrungen beim erfolgreichen Bau eines ersten Brunnens hätte sich der Weltladenverein nicht darauf eingelassen, unter den verheerenden Zuständen in Nigeria zwischen Korruption und Vetternwirtschaft ein solches Bauprojekt anzugehen.

Verantwortung kam zur Sprache

Die Verantwortung gegenüber den Weltladenkunden und den Spendern, aber auch gegenüber den Menschen, die viel Freizeit in den Weltladen einbringen, kam auch bei der Hauptversammlung des Weltladenvereins wieder zur Sprache, bei der nun das Projekt "Brunnenbau Umumilo" auch für 2017 zum Hilfsprojekt des Weltladens Bad Mergentheim bestimmt wurde.

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Die Beliebtheit von Pater Basil spiegelt sich auch in den zahlreichen Spenden wider, die auf einen Aufruf im Gemeindeblatt der Münstergemeinde St. Johannes Baptist eingingen. Insgesamt kamen mehr als 3700 Euro zusammen. Diese Zusammenhänge zeigte Vorsitzender Alois Baumann in seinem Rechenschaftsbericht auf.

Eine Spende über 500 Euro ist außerdem vom Weltladen Weikersheim für den Brunnenbau eingegangen. Wie der stellvertretende Vorsitzende Dr. Klaus Hofmann ausführte, habe man durch diese großzügigen Unterstützungen und die erfreuliche Entwicklung des Verkaufs fair gehandelter Waren ein hinreichend sicheres finanzielles Fundament, um mit dem Brunnenbau im Herbst 2016 zu beginnen.

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Dafür sei es wichtig, dass der Weltladen auch weiterhin so gut angenommen werde wie im zurückliegenden Jahr. Weitere Spenden für das Projekt seien natürlich willkommen, denn dass der im Kostenvoranschlag genannte Betrag ausreichen wird, um den Brunnen zu finanzieren, darauf möchte im Weltladenverein niemand sein Wort geben.

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Das Projekt soll zügig umgesetzt werden, denn schließlich sollen die Kinder von Umumilo nicht länger stundenlange Wege zum Wasserholen auf sich nehmen müssen. Etwa ein halbes Jahr wird es vom ersten Spatenstich an dauern, bis der erste Eimer Wasser aus der Erde gepumpt werden kann.

Ein Baugrundstück steht zur Verfügung, Aber Brunnenbau in Nigeria funktioniert anders als Brunnenbau in Deutschland. Da wird viel Handarbeit geleistet. So finden durch den Bau Tagelöhner Arbeit und Auskommen.

Dass die Arbeiten in einem Zug in Auftrag gegeben werden können, ist ein schöner Erfolg für die fleißigen Mitarbeiter, die mit ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit im Weltladen den Ertrag erwirtschaften, aus dem der Großteil des Baus bezahlt werden kann.

Schatzmeisterin gelobt

Hervorgehoben wurde neben dem besonderen Einsatz bei vielen Sonderveranstaltungen zu "20 Jahre Weltladen" das Engagement der scheidenden Schatzmeisterin Bettina Wohlfahrt, die seit 2012 neben den Vereinsfinanzen auch vielerlei grafische Gestaltungen für den Weltladen und für die Mergentheimer Schokolade entworfen hat.

Elisabeth Braun, einer der Weltladenpionierinnen in Bad Mergentheim, freute sich darüber, dass diese Arbeit für den fairen Handel, die einmal in einer Garage im Weberdorf begonnen hatte, sich so weiterentwickelt hat und über die Generationen fortgetragen wird. WLV