Caritas-Krankenhaus - Förderverein spendet 500 Notfalldosen für Krebs-, Dialyse und Palliativpatienten im Wert von rund 2000 Euro „Raffinierte rote Rettungshilfe“ für den Notfall

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Schwester Maria-Regina Zohner, die Vorsitzende des Fördervereins für das Caritas, übergab jetzt die Notfalldosen für die Krebspatienten der Station D0 an Stationsleitung Annette Garmatter (links) und Oberarzt Dr. Matthias Raab. © Jasmin Paul

Bad Mergentheim. Sie sind „raffinierte rote Rettungshilfen“, die Notfalldosen, von denen der Caritas-Förderverein 500 Stück für Krebs-, Dialyse und Palliativpatienten gespendet hat.

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Das System ist genauso einfach wie effizient: Ein kleiner Aufkleber wird auf die Innenseite der Haustür geklebt, einer auf der Außenseite des Kühlschranks. In der Dose befinden sich auf einem Infoblatt Daten zu Medikamentenplan, Vorerkrankungen und Patientenverfügung. Die leuchtend rote Box kommt dann in die Kühlschranktür, wo sie die Helfer finden können. Und fertig ist die Notfalldose.

Auch wenn sie eigentlich nicht gekühlt werden muss: gerade in Zeiten von Corona kann die Box Leben retten. Denn bei einem Einsatz von Notarzt und Rettungsdienst enthält sie wichtige Informationen darüber, ob der Patient etwa eine Medikamentenallergie hat, Diabetiker ist oder vielleicht einen Herzschrittmacher trägt. „Durch die aktuellen Covid-19-Beschränkungen sind Kontakte zu Familienmitgliedern und Betreuungspersonen, die nicht im selben Haushalt leben, stark eingeschränkt. Daher ist eine sorgfältig bestückte Notfalldose aktuell besonders wichtig“, erklärt Helmut Wolf, Geschäftsführer des Vereins der Freunde und Förderer des Caritas-Krankenhauses Bad Mergentheim.

Für besonders gefährdete Personengruppen wie Krebs-, Dialyse- und Palliativ-Patienten, die oft umfangreiche Krankheitsunterlagen besitzen sowie deren engste Angehörige hat der Förderverein daher 500 solche Dosen gespendet. Diese hat die Vorsitzende Schwester Maria-Regina Zohner für die drei Stationen im Caritas übergeben.

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„Normalerweise bewahrt man im Kühlschrank Butter, Eier, Gemüse und Aufschnitt auf. Da aber so ziemlich jeder Mensch einen Kühlschrank in der Wohnung hat, ist er der ideale Platz für eine Notfalldose. Wenn etwas so Kleines dem Rettungsdienst dabei hilft, Leben zu retten, unterstützen wir vom Förderverein hier natürlich gern“, sagt Zohner. Nicht immer könne der Betreffende aufgrund seines Gesundheitszustands dringend benötigte Angaben zu Medikamentenplan oder seinen Kontaktpersonen geben. Außerdem gehe nicht jeder mit der Stresssituation gleich um. „Eine Notfalldose ist hier anders. Sie gibt – sorgfältig ausgefüllt – immer präzise die nötigen Angaben: von Vorerkrankungen über Unverträglichkeiten hin zu Betreuungsperson oder sogar dem Wunschnachbarn, der die Katze füttert oder mit dem Hund rausgeht. Eine raffinierte rote Rettungshilfe für alle Beteiligten.“

„Wirklich nützliche Sache“

„Das ist eine wirklich schöne und vor allem nützliche Sache für unser und Patienten“, freut sich Annette Garmatter, pflegerische Leitung der onkologischen Station D0 im Caritas-Krankenhaus

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Auch Oberarzt Dr. Matthias Raab zeigte sich bei der Übergabe begeistert von den knallroten Notfalldosen und gab direkt noch einen Hinweis mit auf den Weg: „Gerade bei Patienten mit Krebserkrankungen gibt es oft viele unterschiedliche Medikamente, auch der Gesundheitszustand kann sich schnell einmal ändern. Eine Notfalldose ist hier eine super Unterstützung. Daher meine Bitte: Das Notfallinfoblatt möglichst aktuell halten und regelmäßig die Angaben überprüfen.“ fv-ckbm