Landtagspräsidentin zu Besuch - Fragerunde mit Muhterem Aras in Realschule St. Bernhard / Umwelt ist Jugendlichen eine Herzensangelegenheit Politische Sorgen der Schüler erörtert

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Gabriel Schwab
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Beim Thema Umwelt kamen Landtagspräsidentin Muhterem Aras und die Schüler in einen lebhaften Dialog. © Gabriel Schwab

Die Realschule St. Bernhard hatte hohen Besuch. Auf Einladung der Jugendlichen kam Landtagspräsidentin Muhterem Aras und stellte sich deren Fragen.

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Bad Mergentheim. Die Tür des Saals öffnet sich. Die Köpfe der Schüler drehen sich. Die Augen weiten sich. Dann beginnt das Getuschel. St. Bernhard hat hohen Besuch: Denn es ist keine andere als Landtagspräsidentin Muhterem Aras, die den Raum betritt. Eingeladen wurde sie von den Jugendlichen selbst.

Deswegen stellte Schulleiter Axel Janke bei seinem Grußwort zurecht fest, dass es sie seien, die im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen. Er ließ es sich jedoch nicht nehmen, zu bemerken, dass der Besuch „eine große Ehre“ ist.

Thematisch eingestimmt

Lehrer Sebastian Quenzer organisierte nicht nur das Treffen, sondern stimmte die Jugendlichen bereits im Vorfeld thematisch auf dieses ein. So habe die deutsche Demokratie – mit ihrer Gewaltenteilung, Verfassung oder Menschen- und Grundrechten – in den letzten Wochen hohe Priorität im Gemeinschaftskundeunterricht genossen.

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Die Landtagspräsidentin erzählte den gespannten Schülern von ihrem persönlichen Werdegang, ihrer Herkunft und – vor allem – ihrem Job. Dieser bestehe aus drei Schwerpunkten: der Sitzungsleitung, ihrer Position als Chefin der Landtagsverwaltung und die Besuche im Regierungsgebiet. Bei der anschließenden Fragerunde waren die Schüler an der Reihe. Zunächst waren sie zögerlich, keiner wollte den Anfang machen. Doch als dann doch jemand das Eis brach, sprudelten die Fragen geradeso aus den Jugendlichen heraus. Dabei waren die dominanten Themen unter anderem Umwelt, Digitalisierung, Integration oder der Brexit.

So wollte ein Junge zum Beispiel wissen, warum man mit 16 nicht auch zur Bundestagswahl gehen dürfe. „Meine persönliche Meinung ist, dass man das Wahlalter runterschrauben müsste“, antwortete Aras mit Blick auf eine Studie, die besage, dass umso früher Menschen das erste Mal wählen, desto wahrscheinlicher der nächste und übernächste Gang zur Urne sei.

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Einen anderen Schüler bedrückten die möglichen Folgen des Brexits. Die Sorgen konnte die Landtagspräsidentin nicht nehmen: „Die Auswirkungen betreffen alle Bereiche. Baden-Württemberg trifft es ganz stark als Export-Bundesland.“ Die Digitalisierung an den Schulen, so Muhterem Aras auf Nachfrage, sei wichtig. Jedoch nicht nur die Ausstattung, sondern auch die entsprechende Fort- und Weiterbildung der Lehrkräfte. Außerdem betonte sie, dass es heutzutage unabdingbar sei, den medialen Umgang mit etwa Fake News oder nicht jugendgerechten Seiten zu unterrichten.

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Das Thema Umwelt und speziell die Freitagsdemos sind eine Herzensangelegenheit der Schüler. Das wurde deutlich, als nach einer entsprechenden Frage ein lebhafter Dialog zwischen den Jugendlichen und der Landtagspräsidentin entstand. Spätestens in diesem Moment wurde klar, dass sich ihr Besuch gelohnt hat.