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Zum Thema „Bluthochdruck“

Online-Vortrag von Dr. Jochen Selbach

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Bad Mergentheim. Mindestens 20 Millionen Menschen in Deutschland haben Bluthochdruck. Bei den über 60-Jährigen ist sogar jeder Zweite betroffen. Doch nicht einmal die Hälfte der Betroffenen weiß, dass sie an dieser Krankheit leidet, die langfristig schwere gesundheitliche Folgen haben kann. „Bluthochdruck wird oft nicht erkannt, denn die Krankheit tut nicht weh“, erläutert Dr. Jochen Selbach, Chefarzt der Klinik für Nieren- und Hochdruckkrankheiten am Caritas-Krankenhaus Bad Mergentheim. Unbehandelt könne Bluthochdruck jedoch zu schweren gesundheitlichen Schäden führen. „Es besteht nicht nur ein erhöhtes Herz-Kreislauf-Risiko, sondern es kommt auch gehäuft zu Schlaganfällen, zur vorzeitigen Entwicklung einer Demenz und in einigen Fällen zu Komplikationen bis hin zur Dialysepflichtigkeit“, warnt der Spezialist für Hochdruckerkrankungen (Hypertensiologe). „Dabei ist Bluthochdruck leicht festzustellen und sehr gut zu behandeln.“

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Risikofaktoren

In seinem Online-Vortrag „Bluthochdruck: Wie entsteht er? Wie kann ich ihn vermeiden, wie wird er behandelt?“ aus der Reihe „Caritas im Dialog“ geht der Chefarzt auf die wichtigsten Ursachen und Risikofaktoren für einen erhöhten Bluthochdruck ein und zeigt die Möglichkeiten der Therapie auf. „Neben dem Alter und einer genetischen Veranlagung gibt es eine ganze Reihe von Risikofaktoren für Bluthochdruck, die wir durch unsere Lebensweise selbst bestimmen können“, erläutert Dr. Selbach. „Dazu gehören unter anderem Übergewicht, Bewegungsmangel, Rauchen und Alkoholkonsum.“ In seinem Vortrag erläutert er an praktischen Beispielen wie man im Alltag Bluthochdruck vorbeugen kann. Dr. Selbach spricht sich außerdem für eine regelmäßige Blutdruckkontrolle aus. „Bereits Werte über 140 mmHg für den oberen (systolischen) oder höher als 90 mmHg für den unteren (diastolischen) Messwert sind kritisch und man spricht vom Krankheitsbild des Hypertonus (Bluthochdruck).“ Er erläutert außerdem, welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt.

Im Anschluss an seinen Vortrag beantwortet der Chefarzt die Fragen der Teilnehmer. Auch schon vorab können Fragen per E-Mail an Dr. Selbach gesendet werden.