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Landratsamt Main-Tauber-Kreis - Flurneuordnung B 19 und Stuppach hat weiteren Schritt vollzogen

„Ökologische Zielsetzungen sind erreicht“

Von 
lra
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Verfahren Stuppach: Oberbürgermeister Glatthaar bekam den Pflegeplan im Flurneuordnungsverfahren Bad Mergentheim-Stuppach überreicht. © Landratsamt Main-Tauber-Kreis

Bei der Flurneuordnung „Bad Mergentheim/B 19“ und „Stuppach“ sind die Naturschutzmaßnahmen nun umgesetzt und die Pflegepläne wurden an die Stadt übergeben.

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Bad Mergentheim/Stuppach. In den Flurneuordnungsverfahren Bad Mergentheim-Stuppach und Bad Mergentheim (B 19) sind die ökologischen Zielsetzungen durch unterschiedliche Kompensationsmaßnahmen erreicht worden. Dies zeigte das Vermessungs- und Flurneuordnungsamt des Landratsamtes Main-Tauber-Kreis, als es die Pflegepläne und Karten an die Stadt Bad Mergentheim übergab.

Hierzu wurden in beiden Verfahren einzelne Kompensationsmaßnahmen besichtigt. An den Treffen nahmen die Stadtverwaltung, die Vorstände der Teilnehmergemeinschaften, die beteiligten Behörden sowie die privaten Naturschutzvereinigungen teil.

Aus Sicht von Oberbürgermeister Udo Glatthaar wurde in beiden Flurneuordnungsverfahren mit den landschaftspflegerischen Maßnahmen sowie mit der gesamten Flurneuordnung eine sehr wichtige Dienstleistung vor Ort erfüllt. Insbesondere die hergestellten ökologischen Maßnahmen gelte es jetzt ordnungsgemäß zu pflegen und weiter zu entwickeln. Dazu werden die Flächen auch zukünftig durch ortsansässige Bewirtschafter weiter gepflegt. „Die Schönheit und Vielfalt des Taubertals und seiner Seitentäler zu erhalten und zu entwickeln ist eine Aufgabe, die nur gemeinsam gelöst werden kann“, sagte Oberbürgermeister Udo Glatthaar.

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Flächen pflegen

Stellvertretend für den Vorstand der Teilnehmergemeinschaft im Verfahren Bad Mergentheim-Stuppach hob Georg Hermann hervor, wie wichtig die zukünftige Entwicklung der Flächen sei. Die neu angelegten Flächen müssten daher auch so gepflegt werden, dass sie nachfolgenden Generationen erhalten bleiben. Zusätzlich profitiere auch der heimische Tourismus von einer vielfältigen Landschaft.

Wie die Projektingenieurin des Verfahrens, Heike Schwarz, erläuterte, wurden in dem circa 1500 Hektar großen Verfahrensgebiet in Stuppach aufgrund der Wegebaumaßnahmen und der Zusammenlegung von Flurstücken verschiedene naturschutzrechtliche Ausgleichsmaßnahmen notwendig. Dabei wurde die hohe Zahl der sehr kleinen und für die Eigentümerinnen und Eigentümer weit verteilten Flurstücke minimiert. Somit wurden die Bewirtschaftungsbedingungen deutlich verbessert.

Bei der Planung des Wegenetzes wurde darauf geachtet, einen möglichst hohen Teil der bestehenden Wegflächen erneut zu verwenden und somit die Bodenversiegelung möglichst gering zu halten.

Bau der Südumgehung

Der Bau der Südumgehung von Bad Mergentheim hat dazu geführt, dass Grundstücke zerschnitten wurden und sich dadurch die Bedingungen für die Landwirtschaft verschlechtert haben. Im Verfahren Bad Mergentheim (B 19) liegt der Fokus der Flurneuordnung deshalb darauf, hier wieder bestmögliche Voraussetzungen zu schaffen. Das Wegenetz wurde an die neuen Gegebenheiten angepasst.

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Landespfleger Jonas Treml stellte alle entwickelten Maßnahmen in beiden Verfahren vor. In Stuppach wurden auf mehr als vier Hektar Fläche extensives Grünland hergestellt. Zudem wurden diverse Flurstücke mit insgesamt mehr als 75 unterschiedlichen und alten Obstsorten bepflanzt. Diese müssen nun fachmännisch und nachhaltig gepflegt werden, um die bereits vielfältigen Streuobstbestände im Verfahrensgebiet zu erweitern.

Außer diesen Wiesen wurden auch auf mehr als drei Hektar Saumbereiche und Grünmulden angelegt, welche deutlich seltener gepflegt werden und für viele Kleintiere, Vögel und Insekten einen wertvollen Lebensraum bieten. Des Weiteren wurden viele Feldhecken in öffentliches Eigentum überführt, dadurch gesichert und durch die Kombination mit Saumbereichen und Mähwiesen einem idealen Biotopkomplex zugeführt.

Im Verfahren Bad Mergentheim (B 19) wurden weitere kleine Saumbereiche und Mähwiesen angelegt. Dabei wurde hochwertiges und zertifiziertes Saatgut verwendet. Zusätzlich wurden dort verstärkt Wildgehölze wie Elsbeeren, Walnüsse und Linden gepflanzt, welche durch ihre Robustheit auch dem Klimawandel besser angepasst sind und keiner Pflegeschnitte bedürfen.

Des Weiteren sind dort besondere Vorkehrungen für die Feldvogelarten Rebhuhn und Feldlerche umgesetzt worden.

Diese Maßnahmen müssen weiterhin durch ein Monitoring evaluiert werden.

Im Anschluss wurden der Stadt Bad Mergentheim beide Pflegepläne und Karten offiziell übergeben. Das Flurneuordnungsamt wird für fachliche Fragestellungen weiterhin zur Verfügung stehen und die Flächen regelmäßig kontrollieren. lra

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