Gemeinderat tagte - Zwei Beschlüsse zur Freiwilligen Feuerwehr gefasst / Wachbach und Rengershausen im Blick Neues Gerätehaus und Löschfahrzeug

Von 
Sascha Bickel
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Hier handelt es sich um eine Vorentwurfs-Planung für das neue Feuerwehrgerätehaus in Wachbach, das das bisherige ersetzen soll. © kplan

Die Investitionen in die Feuerwehr der Stadt Bad Mergentheim gehen weiter. Ein neues Löschfahrzeug wird gekauft, ein neues Gerätehaus geplant.

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Bad Mergentheim. „Schritt für Schritt wollen wir unsere Feuerwehr weiter modernisieren“, erklärte Oberbürgermeister Udo Glatthaar einleitend als es in der jüngsten Gemeinderatssitzung um die Beschaffung eines neuen Löschfahrzeuges ging. Danach wurde auch noch über ein neues Gerätehaus in Wachbach debattiert.

Beinahe einstimmig (bei nur einer Gegenstimme von Jochen Flasbeck, Freie Wähler) fassten die Stadträte mit OB Glatthaar am Donnerstagabend bei ihrer ersten, coronabedingten Sitzung im Kursaal den Beschluss, für die Feuerwehrabteilung Rengershausen ein neues Mittleres Löschfahrzeug (MLF) anzuschaffen. Den Zuschlag erhielt die Firma Ziegler Feuerwehrtechnik zum Preis von 205 282 Euro. Die feuerwehrtechnische Beladung kostet noch einmal 23 000 Euro und wird ebenfalls von der Firma Ziegler bezogen. Die Vorfreude wird etwas durch die lange Lieferzeit getrübt, denn diese beträgt mit 65 Kalenderwochen, weit über ein Jahr!

Das Mittlere Löschfahrzeug wird das Tanklöschfahrzeug der Abteilung Rengershausen, Baujahr 1984, ersetzen. Die Ersatzbeschaffung wird zudem mit 66 000 Euro bezuschusst.

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Einen Wechsel von alt zu neu soll es auch beim Feuerwehrgerätehaus am Ortsrand von Wachbach geben. Dieses soll durch einen modernen Neubau ersetzt werden. Einstimmig wurden der Förderantrag für den Ausgleichsstock 2021 und die Feuerwehrfachförderung auf den Weg gebracht. Zuvor hatte es aber noch eine kleine Debatte gegeben.

Thomas Tuschhoff (Grüne) verwies auf die schwierige Finanzlage der Stadt und die Pläne, drei Fahrzeuggaragen in Wachbach zu schaffen, statt bislang zwei für die zwei vorhandenen Einsatzfahrzeuge im Ort. Die Abteilung Hachtel verfüge über ein Feuerwehrauto. Entsprechend mache die größere Planung nur Sinn, wenn die beiden Abteilungen in Zukunft zusammengelegt wären. Tuschhoff betonte, dass seine Fraktion hier keinen Antrag dafür stelle, aber dennoch den Wunsch offen äußere.

„Keine Zwangsfusion“

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Dass der Feuerwehrbedarfsplan Kooperationen unter den Abteilungen vorsehe, verhehlte auch CDU-Fraktionschef Andreas Lehr nicht, er wandte sich jedoch deutlich gegen jeden Gedanken einer Zwangsfusion. Die Abteilungen der Feuerwehr und die jeweiligen Ortschaftsräte seien hier allein am Zug. Hubert Rothenfels (CDU) gingen die Wünsche der Grünen ebenfalls zu weit: „Heute geht es nur um die Anträge zur Fachförderung“, meinte er.

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Inge Basel (SPD) warf ein, dass Stadtkommandant Lars Rudolph an einer engeren Verzahnung bereits arbeite und Oberbürgermeister Udo Glatthaar versuchte letztlich zu vermitteln, indem er bat, die Gedanken der Grünen ohne weitere Folgen zunächst zur Kenntnis zu nehmen. Was dann auch geschah.

Der Grobkostenrahmen für das neue Gerätehaus summiert sich auf über zwei Millionen Euro. In der Ratsvorlage der Stadtverwaltung heißt es außerdem, dass bei den Stellplätzen als auch bei den entsprechenden Nutzflächen die Bedingungen für eine spätere Zusammenlegung der Abteilungen Wachbach und Hachtel berücksichtigt wurden.

Redaktion Hauptsächlich zuständig für die Große Kreisstadt Bad Mergentheim