Lustige Gesellen - Fastnachtsprogramm steuert auf das Finale zu / Schmotziger Donnerstag ist Auftakt für bunte Woche / Karten für die Prunksitzung gibt es in der Tourist-Information Närrisches Treiben geht heute richtig los

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Ob Schmotziger oder Glombiger Donnerstag oder – wie in Mainz und Köln – Weiberfastnacht: Unterm Strich geht es immer um dasselbe. Und zwar, eine ausgelassene und närrische Zeit zu erleben. © Lustige Gesellen

Bad Mergentheim. Der heutige Tag hat viele Namen: Er wird der Schmotzige, der Glombige, der Dicke oder gar der Schmutzige Donnerstag genannt. Mit ihm beginnt das eigentliche bunte Treiben, das noch bis zum Fastnachtsdienstag dauert und der österlichen Fastenzeit vorausgeht. Die „Lustigen Gesellen“ der Kolpingsfamilie huldigen diesen Tag und lassen die Leute heute Abend abfeiern. Unter dem Motto „Vom anderen Stern“ wird DJ Cosmin, bekannt aus den aktuellen Deutschen Charts, dem närrischen Volk ab 20.01 Uhr im katholischen Gemeindehaus so richtig einheizen.

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Das Restprogramm der „Lustigen Gesellen“ geht dann am Samstag mit der zweiten Großen Prunksitzung weiter. Am Sonntag werden das Prinzenpaar und der gesamte Hofstaat am Gottesdienst um 10.30 Uhr im Münster teilnehmen. Der Rosenmontag ist der Tag des Tanzens, das Duo „Dolce Vita“ verspricht einen närrischen Tanzabend für jedes Alter.

Am Dienstag ist dann das Gemeindehaus für die Kinder reserviert. Mit Spiel, Spaß und Musik dürfen sie den letzten Tag der Fastnacht ausgelassen feiern. Am Schmotzigen Donnerstag wurde im Mittelalter übrigens das letzte Mal vor der Fastenzeit geschlachtet. Da liegt es nahe, dass man da noch einmal so richtig der Völlerei verfällt. An diesem „Schmotzigen“, der nichts anderes bedeutet als fettiger Donnerstag, wurde früher auch immer reichlich Fettgebackenes verzehrt. Es gab Krapfen, Siedegebäck, Nonnenfürzle und Mutzen. Dieses in Fett gebackene Hefegebäck wird noch immer als süße Fastnachtsleckerei angeboten.

Was im Süden der Schmotzige Donnerstag ist, wird in den Karnevalshochburgen in Köln und Mainz Weiberfastnacht genannt. Dort übernehmen überall die Frauen das Regiment.

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Im Rheinland sind ganze Scharen bunt kostümierter fröhlicher Leute auf den Straßen und Plätzen unterwegs. Die Männer müssen auf der Straße, im Büro oder am Arbeitsplatz immer damit rechnen, von den feierlustigen „Weibern“ überfallen zu werden. Nicht nur das, sie haben es auf die Krawatten des anderen Geschlechts abgesehen, die sie kurzerhand abschneiden.

Karten für die Prunksitzung und die Tanzabende gibt es noch in der Tourist-Information im alten Rathaus und an den Abendkassen.