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Museumsverein Bad Mergentheim

Museumskonzerte nehmen wieder Fahrt auf

Jahreshauptversammlung mit Rückblick auf die drei vergangenen Jahre / Wahlen und Berichte

Von 
mv
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Der Vorstand des Museumsvereins: (von links) Verkehrsamtsleiter Kersten Hahn (Vertreter der Stadt), Christine Wahl (Schriftführerin), Gernot-Uwe Dziallas (Vorsitzender), Volker Sturm (Stellvertretender Vorsitzender) und Hans Herschlein (Schriftführer). © Museumsverein

Es war eine einmütig verlaufene Hauptversammlung des Vereins Deutschordensmuseum, die Berichte der Vorstände, Beisitzer und der Rechnungsprüfer wurden mit Beifall bedacht.

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Unter den leider spärlichen anwesenden Mitgliedern begrüßte der Vorsitzende Gernot Uwe Dziallas auch Verkehrsdirektor Kersten Hahn als Vertreter der Stadtverwaltung. In seinem Bericht verwies Dziallas darauf, dass es immer schwieriger werde, neue Vereinsmitglieder zu gewinnen. „Jetzt, wo wir wieder Veranstaltungen machen können, müssen wir alle verstärkt die Mitgliederwerbung angehen“, appellierte der Vorsitzende an die Versammlung. Dass in 2020 keine Museumskonzerte gegeben werden konnten – nur ein Konzert und ein Vortrag in der Wandelhalle waren möglich – sei bedauerlich gewesen. Großzügigerweise haben die Abonnenten ihr Restguthaben für die Harfinistin Luise Enzian gespendet. Dankbar sei der Verein auch für die Sponsoren. Ohne Unterstützung – auch durch die Stadt, die die Plakate finanziert – wären diese Konzerte in der Vergangenheit gar nicht machbar gewesen. Sein Dank galt hier dem künstlerischen Leiter Christoph Böhmke.

Die Vereins-Reise nach Danzig, zur Marienburg und und Masuren „war ein tolles Erlebnis“. Aktuell denke man im Vorstand darüber nach, die Südtirol-Fahrt im kommenden Jahr zu wiederholen.

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Auch wenn es keine Konzerte gab, war der Verein Deutschordensmuseum alles andere als untätig. So nannte Dziallas den Bildstock von 1577, der an den Ordens-Commenthur Albrecht von Gebsattel erinnert (die FN/TZ berichtete). Schatzmeister Hans Herschlein legte in seinem Bericht ausführlich die Einnahmen und Ausgaben in den vergangenen Jahren nachvollziehbar dar. Klar wurde, dass angesichts der zahlreichen ausgefallenen Konzerte und anderer Veranstaltungen die Einnahmen deutlich zurückgingen, andererseits die meisten Aufwendungen weiter anfielen. Somit musste der Schatzmeister einen kleinen Verlust ausweisen, der allerdings gedeckt ist. Den Bericht der Museumsbeauftragten Heidi Deeg – sie konnte wegen Erkrankung an der Hauptversammlung nicht teilnehmen – verlas der Vorsitzende. Deeg verwies darin auf das bereits 2015 vom Verein der Deutschorden-GmbH übergebene jungsteinzeitliche Althäuser Hockergrab. Es entstand eine neue Abteilung, die leider derzeit wegen Corona noch geschlossen ist. Wann die Abteilung zur Jungsteinzeit von Museumsbesuchern wieder besichtigt werden könne, war Deeg zum Zeitpunkt ihres Schreibens noch nicht bekannt.

Von den Museumskonzerten berichteten die Konzertbeauftragte Helgard Tomppert. 2019 konnten die Konzerte noch vollständig durchgeführt werden, 2020 fanden zwei von sieben geplanten Konzerte statt. Die Zahl der Abonnenten lag 2020 bei 43, und die Berichterstatterin machte deutlich, dass in den letzten Jahren eine steigende Tendenz verzeichnet werden konnte. Besonders erfreulich seien die acht Schülerabos des Deutschorden-Gymnasiums. Ganz generell zeichne die Konzerte ein „hohes künstlerisches Niveau aus“, betonte Tomppert mit Blick auf die Arbeit des künstlerischen Leiters, Christoph Böhmke. Für die Saison 2022/23 seien bereits vier Konzerte geplant.

Der Bericht der Kassenprüfer, den Bernhard Gailing vortrug, attestierte dem Schatzmeister eine „einwandfreie und stets saubere Arbeit“. Alles sei nachvollziehbar, „die Bücher sind in bester Ordnung“, sagte Gailing und schlug die Entlastung des gesamten Vorstandes vor. Dieser wurde von der Mitgliederversammlung einstimmig entlastet.

Einstimmig beschloss die Hauptversammlung auch, die vor Jahren im Rahmen des Nachlasses von Georg Müller dem Verein überlassenen Glasplatten-Fotografien der Stadt Bad Mergentheim zu schenken.

Diese alten Aufnahmen seien ein „sehr interessanter Beitrag zur Stadtgeschichte“, wie Dziallas betonte. Ergänzt werde diese Schenkung noch von einer Original-Radierung „Deutschherrenritter-Schloss Bad Mergentheim“ von Hans Böhme. Auch über die Änderung des Leihvertrages mit der Deutschordensmuseum GmbH berichtete Dziallas. Die SSG wolle zukünftig Exponate, die im Depot lagern, nicht mehr versichern. Die SSG habe jedoch zugesichert, sowohl die ausgestellten als auch die im Depot verwahrten Leihgaben weiterhin „sicher und sachgemäß“ zu verwahren, so Dziallas. Die Versammlung stimmte der vorgeschlagenen Änderung des Leihvertrags einstimmig zu.

Weiter berichtete der Vorsitzende über die Entwicklung der Besucherzahlen unseres Museums. Erstaunlich sei, dass trotz Corona-Beschränkungen die Besucherzahlen in Bad Mergentheim „deutlich besser als in vergleichbaren Häusern waren“.

Schnell abgehandelt wurden die Wahlen: Als Vorsitzender wurden Gernot-Uwe Dziallas, als Schatzmeister Hans Herschlein sowie als Schriftführerin Christine Wahl in ihren Ämtern bestätigt; neuer stellvertretender Vorsitzender ist Volker Sturm. Kraft Amtes sind weiterhin als Vertreter des Ordens Dr. Adalbert Ruhnke sowie Verkehrsdirektor Kersten Hahn als Vertreter der Stadt im Vorstand des Vereins Deutschordensmuseum aktiv.

Als Kassenprüfer wurden Bernhard Gailing und Helgard Tomppert (bisher Konzertbeauftragte) gewählt. Für ihr langjähriges Engagement wurde Tomppert vom Vorsitzenden mit einem Blumenstrauß bedacht.

Der Beirat wurde ebenfalls einstimmig gewählt: Konzertbeauftragte ist künftig Barbara Kurz, museale Angelegenheiten betreut weiterhin Heidi Deeg, für Kunst und Denkmal ist erneut Norbert Eckert zuständig, und die Stadtgeschichte betreut der Stadtarchivar Alexander Plöbsch. Als Fachberater wirkt Dr. Hansjörg Brombach. mv

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