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Leserbrief - Haus gegen Hochwasser nun höher versichert Modellregen von 30-minütiger Dauer?

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Meine Frau und ich haben 2010 im Ortskern von Neunkirchen ein Einfamilienhaus gebaut. Obwohl unser Haus keinen Keller hat, wurde uns damals von der bauausführenden Firma wegen möglicher Überflutung dringend der Einbau eines Rückstauverschlusses für den Abwasserkanal empfohlen.

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Bis 2015 hat dieser Rückstauverschluss bei Regen nie, danach aber immer häufiger ausgelöst. Im März 2020 wurde der Bebauungsplan für die Erweiterung eines Wohngebietes an den Hängen oberhalb von Neunkirchen veröffentlicht. Auf meine schriftlich vorgetragenen Bedenken gegen diese Erweiterung bekam ich von der Stadtverwaltung Bad Mergentheim die Auskunft, „alles entspreche den Vorgaben der geltenden Bestimmungen. Für die Ortskanalisation von Neunkirchen sei gemäß den geltenden Vorschriften ein hydrodynamisches Berechnungsverfahren mit einem Modellregen Euler Typ II mit 30-minütiger(!) Regendauer und einer Jährlichkeit von drei Jahren angewandt worden.“

Noch Fragen? Wenn jetzt nach der Flutkatastrophe in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen wieder das ganz große politische Rad mit Klimawandel und seinen Folgen gedreht wird, entlockt mir das ebenso wie dem Bauarbeiter, der auf seinem Gerüst verbrennt, nur ein müdes Lächeln. Den Rückstauverschluss habe ich schon letztes Jahr stillgelegt, weil ich die Tauchgänge in der Brühe leid bin. Und seit uns unser wackerer Ortsvorsteher empfohlen hat, das Haus gegen Hochwasser höher zu versichern, schlafen meine Frau und ich auch bei dem stärksten nächtlichen Platzregen wieder ganz entspannt. Gute Nacht!

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