Herbsthäuser Bierwanderweg - Einige mutige Zeitgenossen trotzten dem Wetter und machten sich zur Eröffnung auf die gut acht Kilometer lange Strecke Mitten durch eine idyllische Landschaft

Von 
Bernd Hellstern
Lesedauer: 

An der Dörteler Quelle gab es als willkommenen Durstlöscher ein späteres Herbsthäuser Endprodukt aus dem Dörteler Quellwasser.

© Bernd Hellstern

Herbsthausen. Im Rahmen der Heimattage in Bad Mergentheim waren auch Stadtteile, Vereine und Verbände aufgerufen, mit Veranstaltungen und Aktionen das vielfältige Programm mit zu gestalten.

AdUnit urban-intext1

Federführend mit im Boot des Projekts "Herbsthäuser Bierwanderweg" ist auch der Tourismusverband "Liebliches Taubertal", der bekanntermaßen seit vielen Jahren durch seine Marketingaktivitäten bundesweit für die Tauberregion Werbung betreibt. Der Fokus liegt dabei rund um die Qualitätsangebote der Themen Radeln, Wandern, Kultur, kulinarischer Genuss und "Aktiv". Hinzu kommen wechselnde Schwerpunkthemen, wie aktuell "500 Jahre Reinheitsgebot" - also genau der richtige Partner für die Zusammenarbeit mit der Stadt und der Herbsthäuser Brauerei.

Mit der Brauerei beherbergt der höchst gelegene Stadtteil Mergentheims nicht nur einen Betrieb, der das deutsche Reinheitsgebot auf seine Fahnen geschrieben hat, sondern mit seinem Standort auf geschichtsträchtigen (Schlacht bei Herbsthausen am 5. Mai 1645) Boden auch Kulturträger der Kur- und Badestadt ist.

Vor diesem Hintergrund und dem Thema "Tourismus" in der Region, hob man in Zusammenarbeit mit dem Tourismusverband "Liebliches Taubertal" nun den Herbsthäuser Bierwanderweg aus der Taufe. Der Wettergott hatte anlässlich der offiziellen Eröffnung desselben in die falsche Wetterkiste gegriffen, denn das Stichwort "edles Nass" sollte eigentlich für die Produkte aus dem Bad Mergentheimer Stadtteil gelten und nicht für das "kühle Nass", das er am Samstagmorgen über der Region niedergehen ließ.

Für die Hartgesottenen

AdUnit urban-intext2

Und so machten sich nur die ganz hart gesottenen Wanderer auf, diesen Bierwanderweg persönlich zu erkunden. Der Weg erstreckt sich auf einer Länge von 8,2 Kilometer mit 120 Meter Höhenunterschied - in ungefähr 2,5 Stunden zu bewältigen.

Von der Herbsthäuser Brauerei geht es auf dem Radweg "Der Sportive" zunächst ein kurzes Stück in südliche Richtung, dann in westliche Richtung durch freies Feld nach Rot. Oberhalb von Rot befindet sich ein kleiner See mit Rastplatz. Nach der Ortschaft führt der Wanderweg entlang des Wachbaches, durch Wiesengelände zum Stausee und weiter durch einen kleinen Wald nach Dörtel zur Dörteler Quelle, dem Ursprung des Herbsthäuser Brauwassers.

Rasten und spielen

AdUnit urban-intext3

Von dort aus geht es wieder entlang des Wachbaches bis zum Ortsende von Dörtel, wo sich ein Rastplatz und ein Spielplatz befinden. Der Wanderweg führt weiter zum Parkplatz an der Kaiserstraße, nach deren Überquerung gelangt man in das Gewann "Hofholz" zur Hubertushütte mit Rastplatz.

AdUnit urban-intext4

Die letzte Etappe des Wanderwegs führt durch Hochwald im Gewann "Kammerforst" zur B 290, nach Überquerung der Bundesstraße gelangt man, vorbei am Wasserturm, zurück zur Herbsthäuser Brauerei.

Brauerei- Seniorchef Klaus Wunderlich begrüßte neben OB Udo Glatthaar und den Ortsvorstehern der beteiligten Gemeinden auch Lena Kemmer vom Tourismusverband "Liebliches Taubertal" und Helmut Wenderoth (Landratsamt), der für die Planung des Wanderwegs verantwortlich zeichnete. In diesem Zusammenhang gingen ein Lob an das Landratsamt und den Tourismusverband, ohne deren großes Engagement der Wanderweg nicht realisierbar gewesen wäre.

Helmut Wenderoth erläuterte kurz den Verlauf des Wegs. Es habe ihm großes Vergnügen bereitet, in dieser herrlichen Landschaft die Route zu erstellen. Und er sei überrascht gewesen von der Vielfalt der Landschaft, die sich auszeichne durch ihre Abwechslung. Begeistert und beeindruckt habe ihn der Lauf des Wachbaches mitten durch Dörtel, eine inzwischen ganz selten gewordene Landschaftsszenerie.

Gute Zusammenarbeit

Dieser Wanderweg beinhalte alles, was die Herzen der Wanderer hochschlagen lasse. Wenderoth würdigte die hervorragende Zusammenarbeit mit der Herbsthäuser Brauerei, die ihn in jeglicher Form unterstützt habe.

OB Udo Glatthaar begrüßte die mutigen Wanderer, die sich aufmachen werden, den Bierwanderweg zu erkunden. Neben dem Wein sei das Bier eines der Kulturgüter und Werbeträger in der Region, der teils sogar auch durch private Initiativen immer wieder ins Gespräch gebracht werde. Und dies mit der Botschaft aus der Region hinaus ins Land, dass es sich im Taubertal gut leben und arbeiten lasse. Nicht zu vergessen sei der hohe Freizeitwert in Bad Mergentheim und drum herum. Darum sehe er die baden- württembergischen Heimattage als eine Chance, die gesamte Region um die Kur- und Badestadt im ganzen Land positiv darzustellen. Er sei zuversichtlich, so der OB abschließend, dass sich Bad Mergentheim mit der Vielfalt der Veranstaltungen das ganze Jahr über als starker Gastgeber darstellen werde.

Brauereichef Klaus Wunderlich sprach die Hoffnung aus, dass sich die Wanderer des Herbsthäuser Bierwanderweges in Zukunft nicht über das kühle Nass von oben Sorgen machen müssten, sondern sich am edlen Nass aus Herbsthausen erfreuen sollten.