Neue Werkstätten des Caritasverbandes - Integratives Arbeitskonzept wird in Bad Mergentheim für teilhabebeeinträchtigte Menschen verwirklicht / Video-Beitrag Mit Zuversicht geht es in die Zukunft

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Erstmals arbeiten in der neuen Werkstätte Menschen mit geistiger Beeinträchtigung und Menschen mit chronisch-psychischer Erkrankung zusammen. © Peter D. Wagner

Die Werkstätte für Menschen mit Teilhabebeeinträchtigung des Caritasverbandes im Tauberkreis hat vor zwei Monaten in der Kurstadt den Betrieb aufgenommen.

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Bad Mergentheim. Die Caritas-Werkstätten im Main-Tauber-Kreis mit ihren bisherigen Niederlassungen in Gerlachsheim und Tauberbischofsheim bieten insgesamt mehr als 300 teilhabebeeinträchtigten Menschen einen Zugang zum Arbeitsleben und ermöglichen somit sowohl berufliche als auch soziale Integration.

Neubau war unumgänglich

Die entsprechenden Bauten sind aber allesamt in den 70er und 80er Jahren entstanden – deshalb war ein Neubau unumgänglich: ursprünglich sollte die bisherige Werkstatt in Gerlachsheim saniert werden, allerdings wäre der Aufwand dafür zu hoch und damit unrentabel gewesen. Deshalb hat sich der Caritasverband dazu entschlossen, in Bad Mergentheim ein neues Beschäftigungsangebot für Menschen mit Teilhabebeeinträchtigung zu schaffen. Vor wenigen Wochen wurde im laufenden Betrieb umgezogen – die Werkstätten beliefern immerhin über 70 Unternehmen aus der Region mit ihren Produkten.

Anders als bisher üblich arbeiten im Arbeitsbereich erstmals Menschen mit geistiger Beeinträchtigung und Menschen mit chronisch-psychischer Erkrankung zusammen. In der Region ein einmaliges Modell, das sich aber auch erst einspielen muss, berichtet Florian Kiemle, pädagogischer Leiter der Werkstätten: „Bisher war es so, dass Menschen mit geistiger und psychischer Beeinträchtigung getrennt waren – deshalb gab es durchaus auch Vorbehalte. Aber die ersten Wochen funktionieren sehr gut und stimmen uns zuversichtlich für die Zukunft.“

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Der neu erbaute Werkstätten-Komplex im Bad Mergentheimer Gewerbegebiet „Ried“ umfasst eine Grundfläche von über 2500 Quadratmetern, die Baukosten lagen bei 8,9 Millionen Euro. Die Werkstätte bietet Arbeitsplätze für insgesamt 90 Beschäftigte mit Teilhabebeeinträchtigung. ol