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Weltladen - Verein hat Engagement bei Hilfsprojekten für die kommende Förderperiode beschlossen

Menschen leben unter teils unvorstellbaren Bedingungen

Von 
WLV
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Bad Mergentheim. Alemtena, Matamba und Timor liegen weit auseinander, geographisch und kulturell. Aber an allen drei Orten leben Menschen, die viel über ihr Leben erzählen könnten, das ganz anders ist als das in Deutschland. Bei diesem sehr schlichten Leben unterstützt sie nun der Verein Weltladen Bad Mergentheim.

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Schulbildung gibt jungen Menschen ein Fundament für ihr ganzes Leben, und Bildung ist zugleich das beste Mittel gegen das starke Bevölkerungswachstum, das Afrika zu schaffen macht. Schulunterricht in Alemtena (Äthiopien) findet unter einfachsten Bedingungen statt. Schon seit vier Jahren finanziert der Weltladen Bad Mergentheim den gesamten Unterricht für eine Klasse der Grundschule, die die Stiftung „Pro Fratre et Amico“ zusammen mit Steyler-Missionarinnen dort betreibt. Diese Förderung, die Pfarrer Ralph Walterspacher aus Lauda angeknüpft hat, geht nun in die „dritte Runde“. Etwa 50 Kinder erhalten so eine vollständige Schulbildung.

Die katholische Schule St. Bernhard engagiert sich seit vielen Jahren für Flüchtlinge, die in Timor in Armut leben. Der Weltladen Bad Mergentheim unterstützt dieses Hilfsprojekt (Bild) von Pfarrer Josef Roth jetzt ebenfalls. © St. Bernhard

Fast 2700 Kilometer südlich, in Tansania, liegt Matamba. Schon seit 47 Jahren, berichtet Inge Dallmann, ist die Zusammenarbeit mit Matamba eine Herzensangelegenheit für Kolpingsöhne und -töchter aus Igersheim. Die Lebensfreude der Menschen in Matamba hat es Inge Dallmann besonders angetan. Doch auch dort ist es für Christen nicht ratsam, jede Ecke der Stadt zu besuchen. Im Großen und Ganzen ist es dennoch ein Ort, in dem Menschen verschiedener Religionen friedlich zusammenleben. Das soll so bleiben. Einen Beitrag dazu leistet die von dem katholischen Pfarrer Father Augustin Mbiche geleitete Elementarschule mit Internat, in die Kinder unabhängig von ihrem Glauben oder ihrer Religion aufgenommen werden.

Bislang schlafen die Kinder auf dem Fußboden. Die Schule bekommt nun 90 Betten. Ganz im Sinn von Adolph Kolping sollen die Möbel von einem örtlichen Handwerker hergestellt werden. Außerdem spendet der Weltladen Bad Mergentheim noch 625 Schulbücher. Denn sie werden dringend benötigt, und die vier Euro, die ein Buch kostet, sind in Tansania viel Geld, für eine arme Familie zu viel. Timor ist längst wieder aus den Schlagzeilen verschwunden. Weil sie sich in einer Volksabstimmung für einen Anschluss an Indonesien eingesetzt hatten, mussten viele Menschen ihre Heimat Ost-Timor verlassen und leben noch immer unter teils unvorstellbaren Bedingungen in der Grenzregion.

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Schwester Edgard hat als Lehrerin an der katholischen Mädchenrealschule St. Bernhard vor vielen Jahren Hilfe für sie initiiert, weil ihr Bruder, Pfarrer Josef Roth, als Missionar vor Ort das Leid der Menschen hautnah erlebte. „Es geht um Hilfe zum Überleben“, berichtet Klaus Göggelmann, der die Timor-Hilfe nun betreut.

Aber Corona bremst die Schülerinnen aus. Verkaufs- und Informationsstände, mit denen sie sonst Spenden für die Ärmsten der Armen sammeln, konnten seit Anfang 2020 nicht aufgebaut werden. Hier will der Weltladen Bad Mergentheim einspringen. Beim Verein Weltladen Bad Mergentheim ist man sich bewusst, mit den drei umfangreichen Hilfszusagen eine mutige Entscheidung getroffen zu haben, aber sicher eine gute.

Die ehrenamtlichen Helferinnen in dem Laden haben auch in der Corona-Zeit bewiesen, dass sie engagiert, kreativ, klug und sparsam wirtschaften können. Und Mut ist bekanntlich eine Tugend. WLV

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