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Im Kurpark

Lebendige Ökumene

„Morgenweg“ ist wie eine Stunde Urlaub

Von 
peka
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Bad Mergentheim. Richtig früh aufstehen, dann aber gleich „eine Stunde Urlaub“ genießen - das ist der „Morgenweg“ der ökumenischen Kurseelsorge. Begleitet von den drei Kurseelsorgern schreitet man meditierend quer durch den Kurpark.

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Ein Stück bewährter Bad Mergentheimer Tradition ist diese Veranstaltung, die Kurpfarrerin Angelika Segl-Johannsen im Jahr 2004 ins Leben rief, immer eine Woche lang zum Schuljahrsende. Gewechselt haben die katholischen Kollegen - im letzten Jahr kam Diakon Wolfgang Bork dazu und jetzt Gemeindereferentin Anette Roppert-Leimeister. Nach dem (vorläufigen) Ende aller Corona-Beschränkungen gestalteten sie diesmal den liturgischen Spaziergang gemeinsam, jeweils für 20 bis 30 Teilnehmer.

Gerade hatte es sechs Uhr geschlagen, als Angelika Segl-Johannsen die Gruppe am noch stillen großen Springbrunnen begrüßte und entsprechend alter klösterlicher Sitte zum bewussten Stehen und Atmen ermunterte. Schweigend zog man weiter durch den stillen Park und erfreute sich an den ersten Sonnenstrahlen und der frischen Kühle des anbrechenden Tages. Das bewusste Lebendig-Sein war das Thema von Anette Roppert-Leimeister am rauschenden Tauberwehr. Nach ihrem „Seien Sie gesegnet mit lebendigem Wasser!“ ging es zu den großen Spielbrettern im äußeren Kurpark, wo Wolfgang Bork über Gelassenheit und Seelenruhe, Ärger und Freude nachdachte und all dem seinen Platz im Leben zuwies.

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An der stählernen Skulptur „Verwunden“ gab die Gemeindereferentin den ruhig lauschenden Frauen (doch: zwei Männer waren auch dabei) den Impuls „In uns steckt mehr“ und gab Platz zur Formung eines „Seelenkunstwerks“. „Gott ist ein Meister des Plans B“, betonte die Pfarrerin am Oktogon. Er sorge für Verwandlung - anders gesagt: für Auferstehung. Beim Lied „Meine Seele ist still zu Gott, der mir hilft“, vom Diakon auf der Guitalele begleitet, konnte man eine Kerze entzünden. Mit dem Morgensegen am Kneipp-Becken neben dem inzwischen laut plätschernden Springbrunnen fand der liturgische Morgenweg seinen Abschluss.

Der Morgenweg findet noch bis Freitag statt, immer um sechs Uhr. Da, das ist gute Tradition, bleibt man anschließend noch zum gemeinsamen Frühstück beieinander peka

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