Freiwillige Feuerwehr, Abteilung Edelfingen - Trotz weniger Alarmierungen 2000 Einsatzstunden / Gesunde finanzielle Grundlage Intensive Jugendarbeit sichert den Fortbestand der Wehr

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wm
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Stadtkommandant Andreas Geyer (Mitte) ehrte Reinhold Öhm (Zweiter von links) mit dem Deutschen Feuerwehrehrenzeichen in Gold für 40-jährige aktive Mitgliedschaft in der Feuerwehr. Mit dabei (von links) Abteilungskommandant Martin Wolpert, Ortsvorsteher Detlef Heidloff und der stellvertretende Abteilungskommandant Steffen Model. © Werner Mies

Edelfingen. Ohne spektakuläre Einsätze, dafür aber mit vielen Übungen verlief das Jahr 2019 der Edelfinger Abteilung der Freiwilligen Feuerwehr, wie aus den Jahresberichten der Hauptversammlung hervorging.

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Dem Einsatzbericht, den Corinna Dörr vortrug, war zu entnehmen, dass 2019 ein relativ ruhiges Jahr ohne besonders heikle Einsätze war. So wurde die Abteilung nur zwei Mal alarmiert, die sich aber als Fehlalarme erwiesen. Trotzdem fielen hierbei 20 Einsatzstunden an. Bei den 22 Übungsabenden, davon vier gemeinsam mit der Löffelstelzer Abteilung, ergaben sich 986 geleistete Stunden für feuerwehrtechnische Ausbildung. Mit weiteren 947 Stunden für Kameradschaftspflege haben die Feuerwehrleute knapp 2000 Stunden ihrer Freizeit für die ehrenamtliche Arbeit der Feuerwehr erbracht. Wenig gebraucht wurde das Fahrzeug LF 8, das im vergangenen Jahr nur 300 Kilometer bewegt wurde. Der MTW dagegen war 1300 Kilometer unterwegs.

Eine Absauganlage wurde in der Fahrzeughalle eingerichtet, wie Abteilungskommandant Martin Wolpert weiter berichtete, die allerdings noch optimiert werden müsse. Ebenso sind die Tore der Fahrzeughalle, die 2019 eingebaut wurden, immer noch nicht zufriedenstellend funktionsfähig und müssten noch nachgebessert werden. Die Personalstärke bezifferte der Abteilungskommandant mit vier Frauen und 21 Männern bei der aktiven Wehr, die Jugendfeuerwehr zählt zur Zeit acht Mädchen und acht Jungen und die Alterswehr hat 16 Mitglieder, das ergibt die stolze Summe von 57 Feuerwehrmitgliedern.

Ein besonders erfreulicher Punkt der Versammlung war die Übernahme von Nils Kress von der Jugendfeuerwehr in die aktive Wehr, die der Abteilungskommandant per Handschlag vollzog.

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Schriftführer Elmar Rupp listete in seinem Bericht insgesamt fünf Ausschusssitzungen auf, in denen verschiedene Themen der aktuellen Arbeit in der Abteilung besprochen wurden. Erfreulich in seinem Bericht waren auch die zahlreichen kameradschaftlichen Veranstaltungen. Aus dem Kassenbericht ging hervor, dass die Abteilung trotz eines etwas niedrigeren Kassenbestandes gegenüber dem Vorjahr immer noch eine gesunde finanzielle Grundlage hat.

Aus dem Bericht des Jugendgruppenleiters Matthias Rupp ging hervor, dass die Jugendfeuerwehr eine äußerst aktive Truppe ist. 31 Mal hatte man sich getroffen, davon 24 Übungsabende mit feuerwehrtechnischer Ausbildung, in denen für die Jugendflamme und Löschangriffe geübt wurde, Knotenkunde, Erste Hilfe, Fahrzeug- und Gerätekunde und vieles mehr gelehrt wurde. Ein besonderes Highlight war die 24-Stunden-Übung, in der die jungen Floriansjünger an neun Stationen ihr Können unter Beweis stellten. Auch beim Feuerwehrlauf in Löffelstelzen waren sie mit dem zweiten Platz erfolgreich. Bei etlichen Freizeitaktivitäten wurde auch die Kameradschaft gepflegt.

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Stadtbrandmeister Andreas Geyer lobte die aktive und intensive Jugendarbeit, sowie die ausgeprägte Übungsarbeit der aktiven Wehr. Außerdem gab er die neuen Entschädigungsregelungen bekannt, die künftig für Ehrenamtliche und Funktionsträger gelten. Weiter berichtete er von der Beschaffung einiger feuerwehrtechnischer Fahrzeuge für Kernstadt, die die Weitergabe einiger gebrauchter Fahrzeuge an die Abteilungen er Ortsteile ermögliche. Anlässlich seines bevorstehenden Wechsels zum Landratsamt als Kreisbrandmeister bedankte er sich für die jahrelange vertrauensvolle Zusammenarbeit und bat darum, diese auch auf seinen Nachfolger zu übertragen.

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Ortsvorsteher Detlef Heidloff erinnerte daran, dass es die Feuerwehr ist, die im Ernstfall Hab und Gut und vielleicht das Leben der Bürger rettet. Deshalb sei die Feuerwehr ein unverzichtbarer Teil des Rettungswesens und des Sicherheitskonzeptes der Ortschaft. Er sei froh, dass sich immer Menschen finden, die bereit sind sich für das Gemeinwohl einzusetzen. Das verdiene Dank, Anerkennung und Respekt. Es sei beruhigend, so Heidloff weiter, dass durch die intensive Jugendarbeit auch der Fortbestand der Freiwilligen Feuerwehr von Edelfingen gesichert werde. wm